Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen um längeren Schlafzyklus zu erreichen?

Frage: Abstillen um längeren Schlafzyklus zu erreichen?

DaniBanani13

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Hallo, Mein Sohn ist jetzt 18 Monate alt und ich habe ihn vollgestillt. Mittlerweile stille ich ihn mittags zum einschlafen, abends zum einschlafen und nach Bedarf nachts. Ich stille eigentlich schon immer sehr gerne, weil ich die Nähe sehr liebe. Aber mittlerweile haben wir nachts ein echtes Problem. Er wird ungefähr alle 30 Minuten wach und quengelt. Er schläft bei mir im Bett. Dann versuche ich ihn erst zu beruhigen und rauszufinden was das Problem ist, biete ihm Wasser an, schaue nach der Windel. Ab und an funktioniert das auch, aber es ist oft so, dass ich ihn nur mit der Brust beruhigt bekomme. Es gibt Nächte da sind das so ca. 15mal wo er/wir aufwachen. Ich bin mittlerweile echt gerädert und möchte ihn daher nachts abstillen. Dazu kommt, dass ich nun ganz frisch schwanger bin und echt müde bin. Ich bräuchte dringend einen Rat, wie ich damit umgehen kann, dass ich es meinem Sohn angenehm mache, ich denke auch dass es für ihn ja nicht gut sein kann, so einen unterbrochenen Schlaf zu haben. Vielen Dank im Voraus!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe DaniBanani13, Dein Sohn wird wahrscheinlich nicht besser und länger schlafen, wenn Du jetzt abstillst, aber Du kannst Dich unterstützen lassen und das ist auch okay so. In diesem Alter empfehle ich Dir die so genannte „Wecker-Methode“. Kennst Du Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte“? Ich möchte Dir das Buch wärmstens empfehlen. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Dazu kannst Du wie folgt vorgehen: Erkläre Deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu setzen, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Natürlich wird Dein Kind traurig und wütend sein, aber es kann jetzt lernen, dass es Regeln gibt und Du nicht die ganze Nacht bereit bist zu stillen. Bleibe bei Deinem Sohn und sei Du ruhig und klar, so dass Dein Kleiner sich an Dir orientieren kann. Vielleicht kann auch der Papa die Nachtschichten übernehmen und den Kleinen ablenken, damit Du etwas zur Ruhe kommen kannst. Ich hoffe, es klappt bald besser! Lieben Gruß Biggi


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