Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen trotz Krippeneingewöhnung

Frage: Abstillen trotz Krippeneingewöhnung

LaWendi

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Guten Abend liebe Stillberaterinnen, ich befinde mich momentan in einem Gewissenskonflikt und möchte gerne eure Gedanken dazu erfragen. Unser Zwillingspärchen ist 15 Monate alt. Beide werden noch viel gestillt. Zur Beruhigung, zum Einschlafen, nach dem Schlafen, der Bub auch in der Nacht. Wir sind also noch sehr fleißig was das Stillen betrifft. Eigentlich wollte ich kein abruptes Ende, sondern das Ganze irgendwann langsam ausschleichen lassen, aber es treten nun einige Probleme auf. - mein Brustwarzen sind wund. Es ist unglaublich unangenehm und tut auch oft richtig weh. Wir hatten das Anlegen und Stillen super drauf. Aber momentan beißt/ reißt mein kleiner Mann öfter zu. Ich merke, dass er es nicht mit Absicht macht, da es auch Nachts im Halbschlaf passiert. - Übernächste Woche bin ich 5 Tage auf einer Fortbildung. Da die beiden Flasche, Schnuller etc. verweigern haben mein Mann und unsere große Tochter wenig bis keine Möglichkeiten die Beiden zu beruhigen und/ oder zum Schlafen zu bringen. Es wird auf Tragen und Weinen lassen hinaus laufen. - Aktuell sind wir dazu noch in der Krippeneingewöhnung. Die Beiden sind schon von Haus aus sehr auf Mama fixiert und seit wir mit der Eingewöhnung gestartet haben ist dies noch verstärkt. Allein wenn sie von anderen Leuten angesprochen werden, werden sie nervös und wollen auf den Arm oder gleich gestillt werden. Krippeneingewöhnung läuft mehr als schlecht. Wir sind nun seit 3 Wochen dabei und sie schreien immer noch wenn ich den Raum verlasse. Meine Frage nun. Was würdet ihr in der aktuellen Situation empfehlen? Theoretisch würden ich mir das Abstillen langsam schon wünschen. Schon auf Grund der Schmerzen momentan, aber auch um mal wieder etwas für mich allein unternehmen zu können. Allerding befürchte ich, dass das Abstillen momentan wirklich schlimm für uns werden könnte. Krippe, die Fortbildung usw. Ich weiß einfach nicht was richtig ist und möchte es den Beiden nicht unnötig schwer machen. Für eine kurze Einschätzung wäre ich wirklich sehr dankbar!! LG LaWendi


Biggi Welter

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Liebe LaWendi, im Moment würde ich persönlich lieber das „Drumherum“ ändern und den Kindern noch etwas Zeit lassen. Dein Mann könnte Dich begleiten auf die Dienstreise und Du könntest zumindest in der Nacht stillen und wärst wahrscheinlich auch ruhiger, wenn Dein Kinder bei Dir sind und Dein Mann müsste „nur“ den tag überstehen ;-). Dann würde ich das Beißen abgewöhnen, denn das kann Dein Baby lernen! Babys können nicht GLEICHZEITIG an der Brust trinken und zubeißen. Aber sie können aufhören zu saugen und dann beißen. Wenn dein Kleiner dich beim Stillen beißt, kannst Du ihm durchaus vermitteln, dass dir das weh tut. Ein Baby verbindet das Gefühl der Beruhigung und der Sicherheit ebenso wie das Stillen des Hungers mit seiner Mutter. Es versteht nicht, dass es der Mutter Schmerzen verursacht, wenn es seine Zähne auf ihre Brustwarze drückt. Babys beißen nicht aus Boshaftigkeit. Ein Baby muss lernen, was es beim Stillen mit neuen Zähnen tun muss. Oft lernt es durch Ausprobieren und dem, was darauf folgt. Sobald dein Baby zubeißt, reiß es bitte nicht von der Brust weg, sondern ziehe es nahe an dich heran. Wenn Du es nahe an dich heranziehst, muss es los lassen, weil es sonst nicht mehr atmen kann. Es ist besser für deine Brust, wenn das Baby loslässt, als wenn Du es von der Brust wegreißt. Es gibt einige Tipps, wie man einem „bissigen" Baby das Beißen an der Brust abgewöhnen kann: - das Baby ohne großes Aufheben von der Brust nehmen, damit es nicht versucht ist zu probieren, ob es die Mutter nochmals zusammenzucken lassen kann. - etwas Angemessenes zum Beißen anbieten. Sobald es zu einem Biss oder einem Beinahe Biss kommt, bietest Du dem Baby einen Beißring oder ein Spielzeug an, damit es weiß, wo es seine Zähne (oder vorher eben den Gaumen) einsetzen darf. - das Baby schnell auf den Boden legen. Einige Mütter wollen auf das Beißen strenger reagieren. Nach ein paar Schrecksekunden für das Baby, die dem Ablegen folgen, sollte es beruhigt werden und die Rückmeldung bekommen, dass Beißen unangenehme Folgen hat. - einen Finger in die Nähe des Mundes des Babys legen, um den Saugschluss schnell zu unterbrechen, wenn es seinen Kopf dreht. Manche Babys lieben es, die Brustwarze nicht loszulassen, wenn sie abgelenkt werden und ihren Kopf drehen. Dies kann verhindert werden, wenn die Mutter einen Finger bereithält, um den Saugschluss zu unterbrechen. Es wird nicht lange dauern, bis das Baby gelernt hat, dass sich wegdrehen bedeutet, die Brustwarze zu verlieren. - mit dem Baby reden und ihm erklären, dass Du das Beißen nicht lustig findest (klingt vielleicht noch verfrüht bei einem Baby, aber es funktioniert vielfach tatsächlich). Er beißt auf keinen Fall aus böser Absicht, sondern weil er probiert, was diese Dinger in seinem Mund mit dir machen. Eigentlich gehen da fast alle Stillkinder "durch" und es vergeht in der Regel auch ganz schnell wieder… Natürlich kannst Du auch abstillen und Deine Kinder werden es schaffen, der meist gibt es viel einfachere Lösungen, die für alle weniger belastend sind. Ich wünsche Dir von Herzen eine gute Fortbildung und weniger Schmerzen! LLLiebe Grüße Biggi


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