Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen nachts

Frage: Abstillen nachts

Mitglied inaktiv

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Liebes Stillberaterinnenteam, mein Sohn Anton ist jetzt 16 Monate alt, und ich stille ihn zum Einschlafen nachst und morgens wenn er aufwacht und dazwischen ca. 3-5x, jedesmal wenn er bei uns im Bett aufwacht. Da ich in Zukunft oefters auf Dienstreisen muss, moechte ich dass er nachts ein bisschen unabhaengiger von mir ist, und auch mein Mann mal die naechtliche Betreuung uebernehmen kann. Seit zwei Naechten versuche ich ihn nun ohne Stillen zu beruhigen, wenn er nachts aufwacht, und erklaere ihm dass mein Busen schlaeft und es jetzt keine Milch gibt. Das Geschrei ist gross, manchmal nimmt er ein Flaeschchen an, aber oft ist er zu aufgebracht dafuer. Und echt sauer auf Mama, die ihm ja in seiner Not so leicht weiterhelfen koennte. Morgens und abends zum Einschlafen hab ich ihn weiterhin gestillt. Das wuerde ich auch gerne so beibehalten, aber verwirre ich ihn nicht total, wenn er mal an die Brust darf, und dann nachts wieder nicht? Ueber einen Tip wuerde ich mich freuen!


Biggi Welter

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Liebe antonairobi, um wenigstens ein bisschen ruhigere Nächte zu haben, kannst du probieren, ob Anton es schafft, eine "stillfreie Zeit" in der Nacht zu akzeptieren. So könntest du wenigstens ein paar Stunden am Stück schlafen und dich erholen. Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du ihm wirklich beistehst und ihn nicht "strafst" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das erst im Herbst auf Deutsch erschienen ist und das ich wärmstens empfehlen kann. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Allerdings sind 16 Monate schon noch früh für längere Stillpausen in der Nacht. Die meisten Babys brauchen das Trinken und Nuckeln einfach noch (es schenkt ihnen Ruhe, Geborgenheit, Sicherheit), und es ist nicht ganz einfach, gegen ihre Natur vorzugehen. Ich hoffe, die Antwort hilft dir weiter. LLLiebe Grüße, Biggi


Mitglied inaktiv

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Danke, das hilft auf jeden Fall weiter! Momentan ist es noch so, dass nur ich ihn nachts dann beruhigen kann. Ich bin 2x/Monat eine Nacht weg, so dass der Papa es recht schwer hat, Anton zu beruhigen. Vielleicht schaffen wir's, dass der Papa ihn auch mal nachts beruhigt, auch wenn das Weinen dann laenger dauert. Danke nochmal fuer die Antwort!


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