Nati1981
Hallo Mein Sohn ist 9 Wochen alt und wird von mir voll gestillt. Nun möchte ich allerdings langsam anfangen ihn abzustillen. Zum einen wollte ich eh nicht länger wie 3-höchstens 4 Monate stillen und dann kommt jetzt auch noch hinzu,das ich einen starken Neurodermitis und Heuschnupfen Schub habe,der behandelt werden muss. Da diese Medikamente aber in die Mumi übergehen,möchte ich halt nun auf Fläschen umsteigen. Wie gehe ich denn nun am besten vor? Biete ich bei jeder Mahlzeit ein Fläschen an? Und danach nochmal Brust? Und kann ich statt der PRE Nahrung auch gleich die 1er nehmen? Im moment herrscht ja ziemlicher Engpass bei manchen Firmen was die PRE Nahrung angeht. Ich möchte ihn nicht an eine Nahrung gewöhnen und dann wechseln müssen weil es diese nicht mehr gibt im Laden. Über schnelle Antwort würde ich mich freuen :-) Natascha
Kristina Wrede
Liebe Natascha, schreib mir doch bitte schnell mal, welches Mittel bzw. welchen Wirkstoff du einnehmen musst. Denn nicht jedes Medikament, das in die Milch übergeht, ist schädlich, und nicht jedes Medikament, bei dem im Beipackzettel steht, dass es in der Stillzeit nicht genommen werden soll, ist wirklich nicht stillverträglich (die Hersteller müssen das jedoch aus Haftungsgründen schreiben). Schau mal hier: http://embryotox.de/heuschnupfen.html Was Schwangere nehmen dürfen ist in diesem Fall auch für dich ok. Ich hoffe, dass dich das beruhigt und du etwas nehmen kannst, dass NICHT zum Abstillen führt, denn dein Kind ist mit 9 Wochen noch ziemlich jung. Falls doch, schreib schnell wieder, dann schick ich dir die Tipps zur Umstellung von der Brust zur Flasche (oder du schaust hier: http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/beitrag.htm?id=139246&suche2=zur+Flasche+hin+abstillen&seite=1) LIeben Gruß, Kristina
Nati1981
Hallo also ich habe bisher immer Cetirizin in Tablettenform genommen wenn ich mit Heuschnupfen zu tun hatte.Die würde ich auch gerne wieder nehmen weil sie gut geholfen haben. Ansonsten muss ich gegen die Neurodermitis Cortison in Salbenform nehmen. Die eine wurde speziell angemischt,da weiß ich den Namen leider nicht...die andere Salbe heißt Mometason Glenmark. In dem Link für das Abstillen steht das man nach und nach immer eine Mahlzeit ersetzt...im Wochentakt. Wenn mein Kleiner aber z.b.gerade einen Schub hat oder jetzt im Sommer wegen der Hitze öfter an die Brust möchte wie sonst...zählt das dann mit? Normalerweise kommt er so 6-7mal in 24h. Das heißt dann,ich biete ihm z.b.morgens die Flasche an und dann aufjedenfall noch die Brust? Egal ob er die Flasche gut annimmt? Und den Rest des Tages still ich ihn dann erstmal weiter? Kann man nicht bei jeder Mahlzeit Flasche und Brust anbieten?Und dann die Flaschenmenge immer weiter steigern? Lg Natascha
Kristina Wrede
Liebe Natascha, dass Cetirizin steht ja bei der Embryotox bei den Mitteln, die du nehmen kannst auch wenn du stillst. Also kein Grund zum Abstillen. Auch Kortison ist in der Stillzeit nicht generell kontraindiziert. Ich zitiere dir dazu mal, was in "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Spielmann, Schaefer, 7. Auflage 2006, dazu steht. "4.11.7 Cortcosteroide Erfahrungen. Praktische Bedeutung für die Stillzeit haben vor allem die Glucocorticoide. Therapeutisch verwendet werden die nicht fluorierten Corticoide Prednison (z.B. Decortin®), Prednisolon (z.B. Solu Decor tin®), Methylprednisolon (z.B. Urbason®) sowie Deflazacort (Calcort®), Hydrocortison (z.B. Hydrocortison Hoechst®), Prednyliden und die fluorierten Derivate Amcinonid (Amciderm®), Beclometason (z.B. Sanasthmyl®), Betamethason (z.B. Celestamine®), Budesonid (Pulmicort®), Cloprednol (Syntestan®), Dexamethason (z.B. Fortecortin®), Flunisolid (Syntaris®), Flumetason (z.B. Cerson®), Fluocortolon (Ultralan®), Fluticason (z.B. Flutide®, Flutivate®), Mometason (z.B. Ecural®), Triamcinolon (z.B. Volon®). Einige Präparate werden ausschließlich inhalativ zur Behandlung obstruktiver Atemwegserkrankungen verwendet. Die M/P Quotienten von Prednison und Prednisolon liegen zwischen 0,05 und 0,25. Eine Stunde nach parenteraler Verabreichung einer Einzeldosis von 110 mg Prednisolon wurden 760 µg/l Milch gemessen. Vier Stunden später waren es 260 µg/l und etwa 9 Stunden nach Applikation noch 60 µg/l. Nach intravenöser Injektion von 1 g Prednisolon wurden entsprechend der 9fach höheren Dosis etwa 9fach höhere Werte in der Milch gemessen, 24 Stunden nach der Applikation war das Corticoid nicht mehr nachweisbar (eigene Beobachtungen). Andere Autoren haben unter niedrigeren Tagesdosen (10 80 mg) einen entsprechend geringeren Übergang für den Säugling ermittelt (Übersicht in Bennett 1996, Greenberger 1993). Zusammenfassend ist mit einem Anteil von durchschnittlich 1 2% der mütterlichen gewichtsbezogenen Dosis für den Säugling zu rechnen. Im Fall der oben beschriebenen 1 g Dosis hätte der Säugling mit der ersten Mahlzeit eine Stunde nach Injektion 0,2 mg Prednisolon/kg Körpergewicht erhalten, über 24 Stunden wären es 0,32 mg/kg. Das ist selbst bei dieser mütterlichen Höchstdosis nur etwa ein Sechstel einer üblicherweise gut verträglichen therapeutischen Kinderdosis (2 mg/kg/Tag). Für den Säugling ergibt sich kein Risiko durch eine kurz dauernde Hochdosisbehandlung, selbst dann nicht, wenn gleich nach der Injektion gestillt wird. Auch unter länger dauernder Behandlung mit 80 mg/Tag wird mit der Muttermilch nur eine Prednisolonmenge übertragen, die weniger als 10 % der körpereigenen Cortisol Produktion entspricht. Zu den übrigen Corticoiden liegen keine ausreichend dokumentierten Transferdaten vor. Empfehlung für die Praxis: Prednisolon, Prednison und Methylprednisolon sind Corticoide der Wahl für eine systemische Behandlung in der Stillzeit. Auch hohe Dosen bis 1 g, einmalig oder wenige Tage nacheinander verabreicht, z. B. beim Asthmaanfall oder bei multipler Sklerose, erfordern keine Einschränkung des Stillens. Bei wiederholter Gabe solch hoher Dosen sollte, wenn es sich einrichten lässt, 3 4 Stunden mit dem Stillen gewartet werden. Wirkungsgleiche Mengen der anderen Corticoide sind wahrscheinlich auch verträglich. Die regelmäßige inhalative Anwendung eines Corticoids bei Asthma ist ebenso unbedenklich wie andere lokale Corticoidanwendungen." Wie gesagt, die Medikamente selbst stellen wohl eher keinen Abstillgrund dar, wenn du aber trotzdem lieber abstillst, weil es dir nun genug ist, dann ist es natürlich dein gutes Recht! Ja, wenn da steht dass du eine Mahlzeit nach der anderen ersetzen sollst, dann kannst du schon großzügig sein in dem Sinne, dass du mehrere Stillmomente zu einer Stillmahlzeit zusammengefasst werden können. Wenn du also eine Morgenmahlzeit streichst, dann kannst du einen Zeitraum z.B. von 10 Uhr bis 13 Uhr festlegen, in dem du nicht stillst, egal was passiert. (Natürlich nur, wenn dir das Abstillen wirklich wichtig ist, denn im Grunde wäre es natürlich das Beste, du stillst ihn weiter...). Lieben Gruß, Kristina
Nati1981
Guten Morgen Danke für die umfangreiche Antwort! In der Apotheke wird einem überall abgeraten Cetirizin oder überhaupt irgendwelche Tabletten gegen Heuschnupfen zu nehmen. Jetzt mit der Information bin ich beruhigter! Wenn ich jetzt auch Flasche umsteige,dann nehm ich aber die PRE Nahrung oder? Und wie ist das mit dem Stuhlgang? Wie oft sollte er denn welchen haben wenn ich umstelle? Und momentan ist es oft so das er Tags und Abends einen Rythmus von 6-8 Stunden hat...nachts und morgends kommt er dann nach 4 Stunden. Ist das normal so? Das die Abstände da nur halb so lang sind manchmal? Also er trinkt z.b.: morgens gegen 7 dann gegen 11 dann zwischen 15 und 17 uhr dann wieder zwischen 23 und 1 uhr dann vier Stunden später wieder also zwischen 3 und 5 ca Ist das so ok ? Und wenn ich jetzt Flasche fütter,bleiben die Abstände dann so? Sättigt Flasche genauso? lg Natascha
Kristina Wrede
Liebe Natascha, auch Apotheken können und sollten sich bei der Embryotox beraten lassen! :-) Ja, Pre ist immer die beste Alternative, aber wie du schon sagtest: Oft gibt es auch da Probleme, darum wäre es schon das Beste, du brauchst sie überhaupt nicht. Der Rhythmus ist absolut normal, und es gibt keine vorgegebenen Mindestabstände. dein Kind weiß, wann er was braucht, und dann sollte er es auch bekommen (und auch wenn es "nur" zum Trost wäre!!) Stuhlgang im Zusammenhang mit Pre-Nahrung ist nicht meine "Baustelle", da ich keine Expertin in dem Pre-Milch-Bereich bin. Aber ich denke, dass er sich durchaus verändert und mehr wird (weil in der künstlichen Milch mehr Dinge drin sind, die der Körper nicht aufnimmt). Wenn du weitere Fragen hast, stell bitte am Montag ein neues Posting, damit wir es nicht übersehen :-) Lieben Gruß, Kristina
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