Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

abstillen mit 22 Monaten

Frage: abstillen mit 22 Monaten

HappyMami39

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Hallo liebe Stillberaterin Mein Sohn ist 22 Monate und wurde bis vorgestern gestillt. 6 Monate voll und seit er 1 ist nicht mehr tagsüber.nur noch zum einschlafen Abends und nachts. Jetzt hab ich nach 22 Monaten vorgestern abgestillt. Ich habe mir Kurkuma auf die Brustwarze getan und ihn angelegt. Dann wollte er nicht mehr. Das abstillen habe ich gemacht weil ich erstens bis zu seinem 2.geburstag abstillen wollte, zweitens weil ich mir davon erhoffe dass er endlich nachts mal durch schläft. In letzter Zeit kam er wieder fast stündlich nachts und ich habe nach 2 jahren keine Energie mehr.ich brauche Schlaf. Nun hab ich 2 Fragen, kann es trotzdem zu milchstau oder probleme kommen wenn das Abstillen doch so von heute auf morgen ging? Und stimmt es dass die kids dann nachts länger schlafen bzw durchschlafen weil die wissen es gibt keine Brust mehr? Ich bin emotional etwas fertig auch wenn das Abstillen eine länger überlegte Entscheidung war. Kann das mit Hormone zu tun haben? Wie lange dauert es eigentlich bis die Brust nicht mehr produziert? Danke und liebe Grüße


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe HappyMami39, nein, die Kinder schlafen nicht länger und besser, meist sogar schlechter. Und ja, es kann zu Problemen kommen. Sobald sich die Brust gespannt anfühlt oder schmerzt, solltest Du entweder gerade so viel Milch ausstreichen, dass die Spannung nachlässt oder (falls die Brust nicht gestaut ist und "nur" schmerzt) die Brust kühlen. Bitte streiche wirklich nicht mehr aus, als unbedingt notwendig, sonst wird die Milchproduktion wieder angeregt. Deine Brust wird sich daran gewöhnen, dass die Nachfrage nicht mehr gegeben ist und die Milchproduktion immer weiter verringern und schließlich ganz einstellen., aber sie braucht etwas Zeit dazu. Es ist auch empfehlenswert, den Salzkonsum während des Abstillens einzuschränken. Es ist nicht notwendig die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken, trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Wenn Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. (mehr) hast, besteht kein Handlungsbedarf mehr. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht `schlecht"). Falls Du dich für naturheilkundliche oder homöopathische Mittel zur Unterstützung des Abstillprozesses interessierst, wende dich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße


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