Mitglied inaktiv
Hallo! - Ich habe ein Problem mit meinem Kleinen. - Er wird kommenden Freitag 20 Wochen alt. - Er wird voll gestillt. - Seit letztem Freitag hat er nur noch einmal am Tag Stuhlgang. Zuvor war es 2-3 mal pro Tag. - Nass ist die Windel auch nicht mehr so oft wie zuvor. - Er trinkt tagsüber ca. alle 2 Std. ist danach aber nicht so recht zufrieden. - Er ist auch sehr launisch. - Wenn er trinkt habe ich das Gefühl als käme nicht so viel, wie er gerne hätte. Denn er saugt so lange, bis ich ihn wegnehme, weil ich schon Schmerzen bekomme. Vom Gefühl her ist meine Brust auch leer. Was mache ich denn nun am besten? Wie soll ich das zufüttern anfangen, und mit welcher Malzeit? Was füttere ich am besten zu? Wenn ich abgestillt habe, was bekommt mein Kleiner dann zum Frühstück? Schon jetzt DANKE für die Hilfe! Liebe Grüße Manu
? Liebe Manu, die Anzeichen, die Sie aufzählen müssen sind keine zwingenden Belege für zu wenig Milch und müssen - falls sie es nicht wollen - nicht das Abstillen einleiten. Bei einem voll gestillten Kind kann die Stuhlgangsfrequenz sehr wechselhaft sein und nach den ersten sechs Wochen ist alles normal zwischen mehrmals täglich und nur einmal alle zehn Tage oder noch seltener. Die Windeln sollten allerdings weiterhin nass sein (als Anhaltspunkt kann ein Unterschied im Gewicht zwischen über 24 Stunden gesammelten nassen Windeln und der gleichen Menge trockener Windeln von 300 bis 360 g dienen). Stillabstände von zwei Stunden gelten noch als normal und könnten eventuell auf einen Wachstumsschub hinweisen und Unzufriedenheit und wechselnde Stimmungen sind in diesem Alter häufig entwicklungsbedingt. Der erste Weg sollte daher darin bestehen, dass Sie Ihr Kind ärztlich anschauen lassen, um abzuklären, ob eventuell eine medizinische Ursache für das veränderte Verhalten Ihres Babys verantwortlich ist. Wenn ausgeschlossen ist, dass eine medizinische Ursache vorliegt, ist eine Möglichkeit, dass Sie sich zusammen mit Ihren Kind viel Ruhe gönnen und ein paar Baby- und Stilltage einlegen. Das heißt, Sie legen sich mit Ihrem Kind ins Bett, ruhen sich aus und gönnen sich etwas für sich. Entspannung und Ruhe, eine einigermaßen ausgewogene Ernährung und Trinken entsprechend dem Durstgefühl und häufiges Anlegen können sehr viel bewirken. Wenn Sie jetzt allmählich das Abstillen einleiten wollen, dann sollten Sie sich Ihr Kind zunächst in Hinblick auf die Anzeichen für die Bereitschaft zur Beikost anschauen. • es ist in der Lage aufrecht zu sitzen, • der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, • es zeigt Bereitschaft zum Kauen, • es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken und interessiert sich dafür, • es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen läßt. Dies ist bei einem gesunden, voll ausgetragenen Baby etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später. Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Eine zu frühe Einführung der Beikost ist nicht sinnvoll, da dadurch der Organismus des Kindes überfordert werden kann, vor allen der Darm und die Nieren des Kindes können überlastet werden und außerdem erhöht eine zu frühe Einführung der Beikost das Allergierisiko. Je nachdem, können Sie dann entweder mit Beikost oder mit der Einführung von künstlicher Säuglingsnahrung beginnen. Beim Abstillen gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche (oder Beikost) anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung (bzw. Beikost), bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Es ist auch nicht zwingend, die Mahlzeiten so schnell zu ersetzen, Sie können auch deutlich langsamer vorgehen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Rezepte zum Selberkochen und Informationen über die Beikost finden Sie zum Beispiel in dem Infoblatt der LLL „Babys erste feste Nahrung", das Sie bei jeder LLL-Stillberaterin (auch hier im Stillshop) bestellen kannst. Weitere interessante Informationen rund um die Ernährung des Babys und Kleinkindes bietet die Broschüre „Gesunde Ernährung von Anfang an", die von der Hamburger Verbraucherzentrale herausgegeben wurde. Sie kann bei der Verbraucherzentrale Hamburg, Kirchenallee 222, 20099 Hamburg bestellt werden. Aber zunächst müssen Sie sich selbst klarwerden, was Sie wollen, weiter stillen oder ganz bzw. teilweise abstillen. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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