Elle112233
Habe ganz langsam nach 6 Monaten voll stillen und einem weiteren Monat voll stillen plus beikost langsam die Flasche eingeführt .... jetzt - mein Baby ist 9 Monate - verweigert er total die Brust und die Milch ist fast komplett weg. Das Fläschchen habe ich eingeführt um Szenarien zu vermeiden , wollte aber noch lange beides anbieten. Bin nun sehr traurig darüber und überlege die Milchproduktion wieder anzukurbeln. Möchte trotzdem maximal 14-16 Monate stillen. Zahlt sich das noch aus? Pumpe seit Tagen ab aber es kommt fast keine Milch mehr . Zu erwähnen ist noch dass das Abpumpen stressig ist da es mein 4. Kind ist . Bitte um Ratschlag wie ich vorgehen könnte . Vielen vielen lieben Dank!!!!
Liebe Elle112233, theoretisch wäre es sicherlich möglich, die Milchmenge zu steigern und wieder voll zu stillen, ob Ihr Kind die Brust noch einmal akzeptiert, ist nicht sicher. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ungefähr eine Woche pro Monat, der nicht mehr gestillt wurde, plus eine zusätzliche Woche gerechnet werden muss, um wieder eine ausreichende Milchmenge zu bilden. Allerdings gibt es keine Garantien. Das grundlegende Vorgehen bei einer Relaktation und auch der induzierten Laktation besteht darin, das Baby dazu zu bringen so oft wie möglich an der Brust zu saugen. Dadurch werden die Brüste (wieder) zur Milchbildung angeregt. Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch mit einer guten Milchpumpe erreichen. Häufig ist auch zusätzliches Pumpen neben dem Anlegen des Kindes sinnvoll, um die Milchproduktion zu steigern. In manchen Fällen wird die Relaktation bzw. induzierte Laktation zusätzlich mit Medikamenten unterstützt. In den Ländern der dritten Welt, wird meist ohne Medikamente vorgegangen und die Ergebnisse sind dennoch fast immer besser als bei uns. Gut beschrieben wird der Vorgang der Relaktation in dem Buch „Stillen eines Adoptivkindes und Relaktation“ von Elizabeth Hormann (ISBN 3 932022 02 5), das im Buchhandel oder bei La Leche Liga Deutschland und bei jeder LLL Stillberaterin erhältlich ist. Allerdings verlangt eine Relaktation sehr viel Durchhaltevermögen und möglichst die Unterstützung einer darin erfahrenen Stillberaterin. Eine wesentliche Rolle spielt auch das Kind, das die Brust (wieder) annehmen muss. Die Kollegin kann Ihnen dann bei Bedarf Tipps zum korrekten Anlegen geben, kann Ihnen erklären, woran Sie erkennen, ob Ihr Kind korrekt saugt und Ihnen überhaupt gezielte Hinweise geben. Im direkten Kontakt lassen sich viele Fragen viel besser klären. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi Welter
Elle112233
Danke für die Antwort. Ja ich weiß dass eine Relaktation sehr lange dauern kann und mühsam ist. Habe aber bisher nicht abgestillt. Habe täglich 1-2 mal am Tag gestillt aber es wurde immer kürzer und ich denke nun ist die Milch fast weg. Wenn ich drücke kommt zwar im Moment ein richtiger „Schuss“, aus der Milchpume nur Tropfen .... jetzt beisst sich die Katze in den Schwanz .... mein Babylein mag natürlich immer weniger trinken weil nicht viel da ist. Er dreht sich mittlerweile weg von der Brust und bei der Flasche beginnt er zu lachen ... dadurch dass er nicht wirklich trinkt sondern nur ca 8 mal ansaugt wird die Milch noch weniger . Das macht mich richtig traurig und ich habe keine tricks mehr übrig ...
. Bereue es überhaupt die Flasche mal eingeführt zu haben. Aber es lief dann im 8. Monat wunderbar mit Zwiemilch ...
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