Ela1984
Liebe Biggi, Ich möchte abstillen aber weiss nicht wie ich das am besten mache. Mein Milchspendereflex spinnt jetzt schon seit 2 Monaten, mal konmt er mal nicht oder nur sehr schwach. Es zerrt mir an den Nerven. Meine Tochter wird dann auch ungeduldig und lässt los. Die Stillberaterin voll Ort ist da leider keine Hilfe. Meine Tochter ist 13 Monate und isst sonst auch nur sehr wenig. Kinderarzt meint auch abstillen.
Liebe Ela1984, für das Baby und auch die Brust ist es besser, wenn langsam abgestillt wird, eine Mahlzeit pro Woche wäre ideal. Sollte die Brust beim Abstillen noch zu voll werden und zu spannen beginnen, kannst Du zwischendurch gerade so viel Milch vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Es kann gut sein, dass Du öfter ausstreichen solltest am Anfang, um einen Stau zu vermeiden. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken solltest Du deine Trinkmenge. Du solltest dich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämst Du massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Ihr könnt nun langsam ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, Euer Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Probiere es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Ela1984
Danke für deine Antwort, Naja die Stilldauer verkürzen wird nicht viel bringen sie trinkt nicht mal mehr 1 - 2 Minuten wenn überhaupt paar Schluck und will dann wieder ran wenn ich weg gebe aber es scheint nicht mehr Milch da zu sein und Quengelt, sie schluckt im Vorhinein nur bei jeden 2 - 3 Saugen. Es ist dann mühsam für uns beide. Deswegen weiss ich nicht ob ich nicht direkt abstillen soll.
Liebe Ela1984, dann würde ich trotzdem nicht abrupt aufhören, sondern erst einmal eine Mahlzeit ersetzen und dann schauen, wie die Brust reagiert. Sobald es zu Stauungen kommt, solltest Du ausstreichen oder abpumpen, auch die anderen Tipps können Dir helfen. Lieben Gruß Biggi
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