Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen 2,5 jährige

Frage: Abstillen 2,5 jährige

Happy-day

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Sehr geehrte Frau Welter, auch ich hab ähnliches Problem mit dem abstillen. Mein Kind 2,5 Jahre lässt sich seit der Geburt nur durchs stillen zum einschlafen bringen. Mich nervt es extrem und ich möchte eigentlich nicht mehr stillen. Sie hat aber immer unruhige Gliedmaßen Beine Hände (waren auch schon bei Untersuchungen ,SPZ Schlaflabor) man konnte nichts feststellen woher dieses zappeln, zucken kommt. Nur wie soll ich sie ohne stillen zum einschlafen bringen wenn es mit stillen schon ein Kampf ist unter 1,5 Std Einschlafbegleitung geht bei uns gar nichts. Es war schon immer so sie wird nachts auch noch ständig wach und will dann stillen zur Beruhigung wenn sie wach geworden ist durch ihre unruhigen Beine. Ich habe schon oft versucht aufzuhören zu stillen aber es endete immer mit Tränen beiderseits weil sie nicht stillen konnte und ich weil ich es nicht durchziehen kann wenn sie so bitterlich weint. Ich bereue es soooo sehr überhaupt gestillt zu haben jetzt komm ich aus diesem Kreislauf nicht mehr raus bald geht sie zur Kita wie soll sie da einschlafen ? Meist klappt es besser höre ich überall ändert aber nichts daran das sie schlafen will aber nicht kann durch ihre unruhigen Beine Es ist mir auch so peinlich sie noch zu stillen in dem Alter. Wie komm ich aus diesem Kreislauf raus ich sage ihr schon jedesmal Mama hat bald keine Milch mehr,hab ihr jetzt sogar mit 2,5 einen nuckel gekauft sie mochte noch nie einen ,jetzt spielt sie damit rum und nuckelt daran hin und wieder das war wahrscheinlich auch keine gute Idee


Biggi Welter

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Liebe Happy-day, höre mal ganz genau ich dich hinein, was empfindest DU? Ist es für DICH eher schon ein Machtkampf? Fühlst DU DICH wohl? Wenn du dich nicht mehr wohl fühlst, dann ist es dein gutes Recht etwas zu ändern. Stillen ist eine ZWEIERbeziehung und du musst dich nicht zwingen. Sicherlich ist es für dein Baby ein leibgewonnenes Ritual und es wird die Brust schmerzlich vermissen, aber wenn es Dich nur noch nervt, dann spürt dein Baby das auch. Dein Baby spürt jetzt deinen Zwiespalt und da es sich nicht hinsetzen und sagen kann „Mama, ich spüre, dass du dir nicht sicher bist, was jetzt das Richtige ist, deshalb werde ich dir jetzt bei deiner Entscheidungsfindung helfen" reagiert es auf deine Zweifel mit Unruhe, Weinen und Verunsicherung. Es hat keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten als Weinen und (vermehrte) Anhänglichkeit. Babys sind für „geordnete Verhältnisse", Unsicherheit und Zweifel bringen sie aus dem Gleichgewicht. Wichtig ist nun, dass ihr zum einen wirklich miteinander redet und du deinem Kind klar erklärst und sagst, was du willst und was du nicht mehr willst. Zum anderen muss für dein Kind deutlich erkennbar sein, wo deine Grenzen gesetzt sind. Liebevolle Konsequenz ist das Zaubermittel in der Erziehung. Deine Tochter wird vermutlich schreien, toben, treten oder dich schlagen wollen. Ist das schlimm? Nein, es ist völlig normal, denn es ist die einzige Art, wie sie in diesem Alter ihren Frust ausdrücken kann. Wie kannst du damit umgehen? Lass es zu. Lass dich nicht verunsichern, denn es geht deinem Kind ja trotzdem gut, sie bekommt kein Trauma fürs Leben, wird nicht an deiner Liebe zweifeln. Sie ist sauer, und das wird auch wieder vergehen. Bleibe bei ihr und sei du ruhig und klar, so dass sie sich an dir orientieren kann. Vielleicht wirst du sie ein wenig ablenken wollen (falls sie sich ablenken lässt), vielleicht bleibst du auch einfach nur in ihrer Nähe und versicherst ihr, dass alles ok ist, und dass ihr weiter stillen könnt (oder kuscheln), sobald sie sich etwas beruhigt hat. Wenn du konsequent bleibst, wird es klappen. Nur davon hängt es ab: Schaffst DU es... Ich würde mich freuen, wenn du mir in ein paar Tagen noch einmal schreibst, wie es Euch dann geht. Liebe Grüße, Biggi


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