Karla1988
Guten Tag Frau Bader, ich stehe kurz vor der Trennung, mein Mann weiß noch nichts davon und ich bin mir unsicher, wie ich in einigen Dingen reagieren soll. Wir haben gemeinsames Sorgerecht für unser knapp 3 jähriges Kind (bislang komplett von mir betreut). Am September startet der Kindergarten und ich beende meine Elternzeit. Ich möchte mich noch davor trennen, finde aber keine Wohnung. Mein Mann ist Choleriker, ich kann nicjt im Haus bleiben. Er sagte bereits selbst mehrfach, wenn ich mich trenne macht er mich fertig, zerstört alle meine Sachen usw. Ich kann übergangsweise bei meiner Familie unterkommen, allerdings sind das 250km. Ich weiß dass ich nicht ohne seine Zustimmung dorthin ziehen darf. Aber darf ich bei ihnen unterkommen bis ich eine Wohnung habe? Kann es mir negativ ausgelegt werden, wenn der Kindergartenplatz nicht oder erst später in Anspruch genommen wird bzw wenn ich meinen Job nicht antreten kann weil ich zu weit weg bin? Ist es sinnvoll, sich einen Anwalt am Wohnort oder am Ort der Familie zu suchen? Ich hatte bereits ein Gespräch mit dem Jugendamt, bei dem mir nahegelegt wurde, die Trennung zum Wohle des Kindes alsbald durchzuführen (Verhalten meines Mannes gegenüber dem Kleinen ist teilweise sehr aggreasiv). Ich weiß nur nicht wie ich mich trennen soll, ohne bei meiner Familie unterkommen zu können oder eine Wohnung zu haben. Vielen Dank vorab für Ihre Antwort.
Hallo, zu Ihren Eltern dürfen Sie zu einer Überbrückung wie Urlaub, also höchstens mal 3 Wo. Ansonsten müssen Sie sehen, das SIe eine Wohnung finden oder ins Frauenhaus gehen. Liebe Grüße NB
cube
Wenn du deinen Job nicht antrittst, kann dein Chef dir kündigen. Den KiGa-Platz musst du bezahlen, auch wenn du ihn nicht nutzt. Kommt dein Kind längere Zeit gar nicht, kann er dir gekündigt werden. Du könntest auch in ein Frauenhaus vor Ort gehen - dann kannst du deinen Job antreten, Kind den KiGa besuchen. Hast du Freunde vor Ort, bei denen du unterkommen könntest? Ich fände es unklug, den Job evt. zu verlieren und den Kiga-Platz möglicherweise auch. Denn ohne Einkommen wirst du erst recht keine Wohnung finden. Bzgl. der generellen Vorgehensweise, die jetzt am Besten wäre, kann ich dir aber nichts sagen.
HeyDu!
Ich würde wohl enge Freunde um Hilfe bitten, jemandem das Kind anvertrauen und in einer günstigen Gelegenheit alles aus dem Haus schleppen, was dem Kind und mir gehört. Bei Aggressivität ist durchaus das benannte Frauenhaus eine Option, bis ihr eine Wohnung habt. Wenn das JA bereits informiert ist und wohl auch das Kindeswohl im Auge hat, dann sollte der Schritt zur Trennung nicht mehr all zu lange dauern. Werde Du aktiv, bevor es das Jugendamt tut... Zur Arbeit wurde auch alles wichtige gesagt. Bei Nichterscheinen droht die Kündigung. Wenn Du vor Ort niemanden hast, dann schaffe das Kind 3 Tage zu deinen Eltern für den Auszug, nickt das Jugendamt bestimmt ab. Fertige unbemerkt noch Kopien von allen wichtigen Unterlagen an. Gemeinsame und seine Verdienstabrechnungen ;-) Beratungsstelle gibt's kostenlos, die haben vielleicht auch noch gute Ideen und Hinweise. Alles Gute und viel Kraft für den Schritt.
Karla1988
Danke für den Hinweis. Ich möchte noch anmerken, dass ich noch über 30 Urlaubstage verfüge, die ich direkt im Anschluß an die Elternzeit nehmen werde. Das könnte mir etwas Luft verschaffen. Zudem ist das kein Job, mit dem ich mich und unser Kind versorgen könnte, ein Jobwechsel steht also in jedem Fall an. Unterlagen habe ich bereits kopiert und alles notwendige an Papieren zusammen. Ich hatte bereits bei zwei Frauenhäusern angerufen als die Situation unerträglich wurde, aber die waren voll belegt. Ich werde mich weiter umschauen. Freunde gibt es hier nicht wirklich. Mein Mann hat mich sehr isoliert, ich darf nicht bzw kann nicht weggehen, da er sich nie um unseren Sohn kümmert. Meine Kontakte beschränken sich auf Bekanntschaften mit einigen Müttern. Meine wirklichen Freunde sind in meiner alten Heimat... Daher km mir auch die Idee mir meiner Familie, auch wegen des seelischen Beistands.
HeyDu!
Klingt verzwickt. Wenn das Geld aus dem Job nicht reicht, wird sich eine Lösung finden. Der Vater muss Unterhalt zahlen, tut er es nicht / kann er es nicht, gibt es Unterhaltsvorschuss und reicht Euer Einkommen dennoch nicht um den Bedarf zu decken, gibt es aufstockend ALG II. Du wirst davon keine großen Sprünge machen können aber verhungern muss man damit nicht. Hast Du Beweise bzgl. Drohungen? Fakten schaffen ist rechtlich ein schlechter Rat, nur ein menschlicher... Außenstehende können nicht einschätzen wie der Vater des Kindes reagiert, wenn Du einfach mit Kind zurück in die Heimat gehst. Job und Kitaplatz brauchst Du dort auch. Vielleicht zerrt er Dich nicht vor Gericht, weil ihm nicht viel am Kind liegt? Können nicht Familie und Freunde aus der Heimat kommen um Dir zu helfen? Ich habe es so verstanden, dass Du nicht viel Zeit haben wirst, dein Eigentum herauszutragen. Du schreibst von Deinem Mann, verheiratet? Wenn ja, brauchst Du rum wie num früher oder später einen Anwalt. Für die Scheidung würde ich keinesfalls "gemeinsam" einen Anwalt nehmen. Es reicht theoretisch einer... Im Trennungs- oder Partnerschaftsforum findest Du vielleicht auch Frauen mit guten Ideen. LG
Karla1988
Vielen Dank für die Antwort, Frau Bader. In 3 Wochen sollte ich zumindest ein paar Dinge klären können.
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