Frage im Expertenforum Recht an Nicola Bader:

Umgang Schwiegermutter-Kind

Frage: Umgang Schwiegermutter-Kind

redrose81

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Sehr geehrte Frau Bader, Ich habe eine Frage zu einem Thema, was mich sehr belastet. Mein Mann und ich haben 4 Kinder. Zum Ältesten gibt es von Seiten der Schwieger Familie kaum Kontakt. Sie fühlten sich damals zu jung um Großeltern zu werden. Einige Jahre später kam unser 2.Sohn zur Welt. Das Verhalten der Schwiegermutter war auf einmal sehr übergriffig. Sie fragte z. B. ob ich ihn in den Nebenraum stellen möchte, ich sagte nein und als ich von der Toilette kam war das Kind weg und wurde mir erst nach einer langen Diskussion und einem Machtwort vom Schwiegervater wieder gebracht. Sie nahm das Kind als ich ums Eck war aus dem Wagen. Er wachte auf, sie lachte und rief ihrer Tochter zu,"haha, mach schnell ein Foto, ich finde es so witzig wie er heult". Wenn ich nicht etwas sagte, hätte sie ihn mit in verbrauchte Räume genommen. Je größer das Kind, desto weniger Interesse. Dann bekamen wir Zwillinge, nun 20 Monate alt. Es waren Frühchen, 10 Wochen zu fr< h. Ins KH durften nur Eltern und Geschwister auf die Kinder Station, wir waren 7 Wochen dort. In der Zeit machte sie einen Ausflug mit unserem Sohn - ohne Kindersitz. Wir baten nach Entlassung darum, dass man uns nur gesund besucht. Die Schwiemu kam, mit einer heftigen Erkältung. Ich sagte ihr 2x,ich möchte nicht, dass sie so zu den Babies reingeht (schliefen im Kinderzimmer). Als ich nicht schaute ließ mein Mann sie rein. Sie hatte eine Maske an, aber diese war völlig locker und nur über der Nase. Schwiemu hatte 15 cm Abstand mit dem Gesicht zum Gesicht meiner Kinder. 2 Tage später die Nachricht-die Schwiemu sei im KH am Sauerstoff. Ich sagte, daß fand ich egoistisch und rücksichtslos. Das fand sie respektlos von mir. Darauf brach sie den Kontakt zu mir und den Kindern ab. Wir waren nicht mit bei ihr eingeladen, sie grüßte mich auf Familienfesten des Schwager nicht, die Kinder auch nicht. Und sie gratulierte unseren Kindern auch nicht zum Geburtstag. 1 Jahr später dann Aussprache bei einer Beratungsstelle zuliebe meines Mannes. Sie warf uns vor, aus reiner Boshaftigkeit hätten wir keinen Besuch ins KH gelassen, sie hätte nicht einmal durch eine Scheibe die Kinder sehen dürfen. Ich sei nur zu überängstlich und zu empfindlich. Ihr wäre es egal gewesen, wenn man ihre Kinder krank besucht hätte und es seien ja keine Frühchen mehr gewesen weil der ET 2 Tage bevor sie da war gewesen wäre. Sie gab den Kindern ein Täschchen "hier könnt ihr ausräumen". Ich stellte fest, dass darin u. A. Nadeln und Tabletten waren. Ich batt die Schwiemu und meinen Mann auf ein Kind aufzupassen solange ich das Andere im Winter anzog. Keine 2 Minuten später kam das Kind, auf das sie aufpassen sollte mit dem Mund voll solchem Blumenerde-Granulat zu mir. Sie hatten getratscht und nicht aufgepasst.  Ich hatte das Gefühl, sie versteht die Sache gar nicht und reflektiert sich 0. Kein"okay, das war doof von mir", nichts. Wir beschlossen einen Neuanfang. Ich sagte, dass dies nur langsam ginge.  Nun stellte sich heraus, dass sie meinem Mann schrieb, ich sei Narzist, sich bei ihm beschwert ich würde mich zu selten melden, ich sei zu oft mit den Kindern bei meinen Eltern, etc.Meine Eltern sind 1x wöchentlich hier und unterstützen mich.  Mein Mann ist wegen Adhs und Depression in psychologischer Behandlung. Da gibt es u. A. ein Problem mit seiner Mutter. Er lässt ihr alles durch. Aber auch mein Mann ist (wegen dem Adhs?) sehr Unaufmerksam. Er vergisst, Tabletten wegzuräumen, geht bei größter Hitze ohne Sonnenschutz raus, sitzt auf dem Sofa und guckt ins Handy und merkt nicht, dass die Kinder auf dem Glascouchtisch klettern, aus dem Hochstuhl klettern, das komplette Wohnzimmer mit Wachsfarben anmalen. Die Sache ist sehr verfahren. Meine Frage ist nun: Kann ich der Schwiemu den Umgang verbieten? Ich habe den Eindruck, ihr geht es nicht um die Kinder, sondern sie will sie sehen und anfassen weil sie " so süß" sind. Unsere Beziehung ist mittlerweile sehr belastet. Trotz dieser Vorfälle, bekäme mein Mann das volle Sorgerecht? Es gibt Tage, da gehe ich nur mit Kindern aus dem Haus weil ich ihn nicht in der Lage sehe, die Kinder zu betreuen. Wie dokumentieren ich das alles? Danke fürs Lesen und danke für Ihre Antwort! 


Nicola Bader, Rechtsanwältin

Nicola Bader, Rechtsanwältin

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Hallo, Sie haben die elterliche Sorge gemeinsam und wenn die KInder bei ihrem Vater sind, kann er entscheiden, ob er die Oma besucht. Etwas anderes kann nur gelten, wenn bei dieser eine Kindeswohlgefährdung besteht, was ich nicht erkennen kann. Liebe Grüße NB


Neverland

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Verbieten kannst du ihr viel, bringen wird es aber null wenn dein Mann da nicht mitzieht. Den der hat ja genauso das Sorgerecht und kann bestimmen. Also auch sagen, ich bin mit den Kindern bei Mami. Insofern hast du kein Schwiegermutter-Problem sondern ein Beziehungsproblem. Gericht als letzte Option wird dir da also auch nichts bringen.  Und ja, Dein Mann würde bei einer Trennung sicherlich das gemeinsame Sorgerecht behalten. Und selbst wenn nicht - was wie gesagt zu bezweifeln ist - hätte er Umgangsrecht. Und in der Zeit darf er mit den Kindern besuchen wen er möchte. Davon ab, Du hast 4 Kinder mit diesem Mann bekommen, seine gesundheitlichen Probleme dürften dir lange bekannt gewesen sein. So hart das klingt.  Und mit etwas "Glück" sind die beiden Jüngsten ihr ja bald auch schon zu alt, dann dürfte sich diese Baustelle erledigt haben. bezüglich deines Mannes, da würde ich schauen ob du in zu einem guten Therapeuten/ Arzt gelotst bekommst, das kann schon extrem helfen. Bis dahin viel Kraft. 


KielSprotte

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Nun hast du zwar einen Roman geschrieben, aber was du eigentlich willst .....???? Umgangsverbot mit der Schwiegermutter? Das können erwachsene Menschen doch wohl unter sich regeln Scheidung? Fürs alleinige Sorgerecht braucht es mehr als Stress mit der Schwiegermutter 


redrose81

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Nein, die Diagnose kam erst in der Schwangerschaft mit den Zwillingen. Seither hat er sich sehr verändert. Deswegen denke ich an Trennung. Es gibt Tage, da sitzt er nur im Büro vor dem PC und macht hier absolut nichts. Samstag und Sonntag jetzt hat er x Spülmaschine ausgeräumt und sich keine Minute um die Kids gekümmert. Deshalb denke ich an Trennung. Klar, er hat das Sorgerecht. Bin ich 30 Minuten einkaufen ist es ihm zu viel zu schauen. Ja, Kids brauchen einen Vater aber ich sehe nicht, wie er es 2 Tage schaffen soll und es den Kindern gut geht! Er sieht nicht wann sie müde sind, er sieht nicht, wann sie Hunger haben,... Als ich im KH war nach der Geburt war der 6 jährige nie vor 22 Uhr im Bett. Ich kann das mit ihm nicht mehr.  Aber ich will wissen, wie stehen die Chancen vor Gericht? Für Beides. 


WonderWoman

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die diagnose mag erst kürzlich gewesen sein aber das adhs hatte er ja schon vorher. es kann natürlich sein dass das wissen um die diagnose sich für ihn komisch/schrecklich/deprimierend anfühlt aber das ist ja meistens nur vorübergehend. bekommt er irgendeine art von therapie? langfristig sollte die diagnose es ja besser machen weil man das "problem" endlich gezielt angehen kann. vielleicht schaut ihr auch nach einer paarberatung um zu lernen wie du ihn unterstützen kannst. oder du schaust nach einer selbsthilfegruppe für angehörige. mein mann ist autist, diagnose auch erst als erwachsener als wir schon 2 kinder hatten. für uns war die diagnose eine erleichterung weil er sich endlich gezielt hilfe holen konnte. und auch ich wusste endlich wonach ich suchen musste wenn ich tipps zum umgang mit ihm haben wollte. er ist der beste vater ever aber ich weiß jetzt dass ich manche dinge von ihm nicht erwarten kann und er weiß jetzt wie er auf sich achten muss um im alltag mit 4 kindern zurechtzukommen. ohne dieses wissen hätten wir safe nicht 2 weitere kinder bekommen. wie auch immer, zu deinen fragen: ich weiß nicht so genau was du mit "beides" meinst. bei einer trennung gibt es bezgl. des sorgerechts nur ein realistisches szenario: ihr behaltet es beide, es ändert sich nichts. das sr ist aber auch nicht das problem. das sr ist nur wirklich relevant wenn es um so sachen wie arztbehandlungen, kontoeröffnungen etc. geht. der alltag hat damit wenig zu tun. das verwechseln viele. im alltag gibt es ein umgangsrecht. aber auch das wird extrem selten eingeschränkt und auch da reicht es nicht dass das kind erst um 10 ins bett kommt oder so. maximal gibt es begleiteten umgang solange bis das ja sehen kann ob er sich kümmern kann oder nicht. aber ist das denn wirklich ein problem? wird er denn auf den umgang bestehen? hast du die option mal mit ihm besprochen? wenn er sowieso überfordert ist will er die kinder vielleicht gar nicht so oft und/oder so lange bei sich haben? schon gar nicht alle auf einmal. vielleicht ist er erleichtert wenn er die verantwortung incl. der frau der er nichts recht machen kann von der backe hat? wenn er keinen bzw. wenig umgang will wird ihn keiner zwingen. umgang (im sinne von "wer kümmert sich wann und wie") ist letztlich etwas was ihr untereinander ausmacht. so wie jetzt ja auch. daran ändert eine trennung zunächst mal nichts. und wenn ihr euch nicht einigen könnt wird zunächst mal das ja versuchen zu vermitteln. erst wenn auch das nicht funktioniert wird es ein gerichtsurteil geben. bedenke aber auch dass es mit einer trennung für dich nicht besser wird was das kinderkümmern angeht. im moment lässt du die kinder ungern und nur im notfall bei ihm, nach einer trennung gibt es nicht mal mehr das notfallszenario. du bist dann 24/7 für alle kinder zuständig. und die schwiemu hat mit all dem genau gar nichts zu tun auch wenn die in der überschrift steht und zumindest wenn man dein 1. posting liest dein "hauptproblem" zu sein scheint. das schwiemu-problem lässt sich nur aus der welt schaffen wenn du deinen mann auf deine seite bekommst. eine trennung macht das eher "schlimmer" (insofern als dass sie besuche etc. dann direkt und nur mit ihrem sohn aushandeln muss) als besser.


3wildehühner

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Dein Text ist viel zu lang und enthält viel zu viele irrelevante Informationen. Frau Bader ist Rechtsanwältin, keine Psychologin. Sie liest und beantwortet solche langen Texte in der Regel nicht. Am besten stellst du die Fragen kurz und knapp mit den wirklich wichtigen Fakten neu. Allerdings ist dein Problem mit der Schwiegermutter im Grunde ein zwischenmenschliches Problem mit deinem Mann. Rechtlich ist es so, dass dein Mann durch eure Ehe als Kindsvater automatisch das gemeinsame Sorgerecht mit dir hat und somit auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht, das er so nutzen kann, wie er möchte.  Auch bei einer Trennung ändert sich das gewöhnlich nicht. Damit du das alleinige Sorgerecht erhältst und begleiteten Umgang durchsetzen lassen kannst, muss schon massiv etwas vorgefallen sein , wie z.B. Gewalt gegen die Kinder. Die Kinder bis 22 Uhr wachbleiben lassen zählt garantiert nicht dazu! Um deine Fragen also zu beantworten: Die Chancen, dass du das alleinige Sorgerecht für deine Kinder erhältst, liegen gleich null und ebenso die Chancen, dass du ein Kontaktverbot deiner Schwiegermutter zu den Kindern erwirken kannst.


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