Frage im Expertenforum Recht an Nicola Bader:

Mutter freiwillig in der GKV, Vater in der PKV - wie kommen beide in die GKV?

Nicola Bader

 Nicola Bader
Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht

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Frage: Mutter freiwillig in der GKV, Vater in der PKV - wie kommen beide in die GKV?

gwenhywfar

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Hallo, leider haben wir uns in eine ziemlich "teure" Situation gebracht, die ursprünglich nicht so geplant war – und aus der ich gerade irgendwie keinen Ausweg finde. Ich bin aktuell in der GKV freiwillig selbstversichert. Da seit unserer Hochzeit auch das Gehalt meines Mannes mit in die Berechnung fließt, zahle ich monatlich weit über 300 Euro Krankenversicherung. Mein Mann ist bereits seit Jahren in der PKV, möchte aber gerne zurück in die GKV. Idee war eigentlich, dass er seine Arbeitszeit auf 80% reduziert und somit (weit) unter die JAEG rutscht und so in der GKV wieder aufgenommen wird. Leider spielt der Arbeitgeber nicht mit. Im Internet habe ich nun viele widersprüchliche Informationen gefunden, dass man über die Elternzeit in die GKV zurückkehren kann. Nun meine Frage: Wie funktioniert das? 1) In Elternzeit ohne Teilzeitbeschäftigung muss doch die PKV selber weiter bezahlt werden, mein Mann bliebe also dort versichert, ich zahle weiterhin meine freiwillige Selbstversicherung, unser Krümel muss nochmal privat versichert werden? 2) Wenn mein Elternzeit nimmt und parallel in seiner Firma in Teilzeit weiter arbeitet (auch wenn ich aktuell befürchte, dass sich auch darauf sein Arbeitgeber nicht einlassen wird), fällt er zwar unter die JAEG, aber da dieser "Zustand" befristet ist, reicht das dann nicht für die Rückkehr in die GKV? 3) Falls doch: Wie lange (von wann bis wann?) müsste mein Mann Elternzeit nehmen? Aktuell ist der voraussichtliche Entbindungstermin der 19.12.2015, weswegen er eigentlich ab 1. Dezember auf 80% runter gehen wollte. Erst gestern hat er - nach anfänglicher Zusage - erfahren, dass das sehr wahrscheinlich nichts wird. 4) Gibt es eine andere Möglichkeit, wir wir zukünftig nicht (mit der noch dazu kommenden Kinderkrankenversicherung) im Monat über 1000 Euro Krankenkassenbeiträge bezahlen? 5) Habe ich durch meine freiwillige Selbstversicherung Anspruch auf Mutterschaftsgeld (einmalig (?) 210 Euro)? Teilweise wird darauf hingewiesen, dass eine Versicherung "mit Krankengeld" bestehen muss, oder ist diese Information veraltet? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass einem überall nur Steine in den Weg gelegt werden. Alternativ hatte ich schon überlegt – auch wenn ich das aus gesundheitlichen Gründen kaum schaffen werde – wieder versicherungspflichtig arbeiten zu gehen und unseren Krümel dann über mich zu versichern, da mein Mann aber auf jeden Fall mehr verdient als ich, werden wir so oder so für den Kleinen eine private Versicherung abschließen müssen. Vielen Dank im Voraus! gwenhywfar


Nicola Bader, Rechtsanwältin

Nicola Bader, Rechtsanwältin

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Hallo, zum einen trifft das nicht wirklich das Thema, zum anderen ist die Fragestellung so komplex, dass ich sie hier nicht unproblematisch beantworten kann. Liebe Grüße NB


Lina_100

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Hallo, über 1000 EUR werden es ja hoffentlich nicht sein, dann wäre die PKV deutlich zu teuer. Ihr Mann erhält ja den 50% AG Zuschuss soweit er arbeitet, ich nehme an, dass er nur die zwei Vätermonate nehmen möchte? Wenn dort noch was "frei" ist, also der Gesamtbeitrag unter dem zuschussfähigen Betrag liegt, kann der PKV Beitrag für das Kind anteilig durch den AG Ihres Mannes übernommen werden (und muss bis zur Grenze). Der Beitrag für ein Kind in der PKV liegt bei ca. 140 EUR. Ich fand das auch nicht toll in der Elternzeit den kompletten PKV Beitrag selbst zu zahlen, hilft aber nichts man hat sich ja für diese Form der Versichung mit allen Konsequenzen entschieden. Eine dauerhafte Reduzierung der Arbeitszeit könnte helfen. Das einmalige Mutterschaftsgeld müsste gezahlt werden, die Krankengeldversicherung ist mE nur relevant für die 13 EUR pro Tag, die von der KK erstattet werden, nicht für den Einmalbetrag, der vom Bund bezahlt wird. LG


Mitglied inaktiv

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Warum seid ihr nicht bei einem von Euch familienversichert? Ich weiß nicht genau, wie das ist, wenn einer privatversichert ist. Ich bin freiwillig gesetzlich und mein Mann ist aktuell gesetzlich versichert. Während der EZ waren wir beide familienversichert, konkret ich bei meinem Mann. So musste ich trotz Höchstsatz keine KK zahlen. Evtl. Gibt es für die EZ in der Richtung eine Lösung für Euch. Aber mit Privatkassen ist das immer schwierig, da es bei den Gesetzlichen dann immer heißt, Kind und Familie bitte zu Privat. Die EZ ist aber ja vielleicht ein spezieller Fall. Ob das Deinen Mann langfristig in die gesetzliche zurückbringt zweifle ich aber an. LG Lilly


Lina_100

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Das klappt leider nicht, da der Vater privat versichert ist. LG


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