Frage im Expertenforum Recht an Nicola Bader:

Meldegrund 34 nach Elternzeit trotz Krankschreibung

Frage: Meldegrund 34 nach Elternzeit trotz Krankschreibung

Mayla

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Hallo, Meine 3 Jährige Elternzeit hat Ende Juli geendet. Mein neuer Mutterschutz beginnt 4 Wochen später. In diesem Zwischenraum war ich nun krankgeschrieben, das wurde dem AG auch vorher bereits mitgeteilt, aufgrund einiger Beschwerden. Damit er nicht mit mir planen braucht. Nun hatte ich einen Brief in der Post, Meldung zur Sozialversicherung, dass ich mit Meldegrund 34 abgemeldet wurde. Als Beschäftigungszeitraum wird angegeben, Ende Juli bis 2 Tage nach Beginn Mutterschutz. 0 Euro Entgelt. Ich war sehr erschrocken, denn das würde ja bedeuten, dass ich dann auch nicht mehr krankenversichert bin, während meinem Mutterschutz und der dann anschließenden bereits mit dem AG besprochenen Elternzeit. Meines Wissens wird Grund 34 doch nur bei unentschuldigtem Fehlen oder unbezahltem Urlaub o.Ä. angegeben? Aber ich war ja offiziell krankgeschrieben. Dann ist dieser Meldegrund doch falsch, oder?  


Nicola Bader, Rechtsanwältin

Nicola Bader, Rechtsanwältin

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Hallo, das ist merkwürdig. Sicher, dass der AG die AU erhalten hat? Ich würde mal mit ihm sprechen. Liebe Grüße NB


Himbeere2008

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Nach der Elternzeit lebt dein alter Arbeitsvertrag wieder auf. Kannst du ihn nicht erfüllen musst du kündigen. Hast du eine schriftliche Bestätigung oder Vereinbarung über die Zeit danach mit deinem AG ? Hast du einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben ? Wenn dein AG dich angemeldet hat, kannst du auch keine neue Elternzeit nehmen. Elternzeit gibt es nur in Verbindung mit einem Arbeitgeber.  


KielSprotte

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Vermutlich zweifelt dein AG die AU an. Was heißt " vorher mitgeteilt damit er nicht mit mir planen braucht". Kein Arzt kann in die Zukunft schauen und dir bereits Wochen vorher eine passende AU ausstellen. Und wenn du dann vielleicht noch fit und aktiv irgendwo gesehen wirst, oder sogar auf Facebook und/oder Instagram Fotos postet (vielleicht sogar aus'm Urlaub/ Freizeitpark etc PP), hat dein AG das scheinbar zum Anlass genommen, dein Fehlen als Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses zu nehmen. 


Mayla

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Es war angedacht, dass ich wieder zurück komme, wollten uns hierzu auch zwei Monate vor Beginn nochmal zusammen setzen und alles besprechen. Dann wurde ich eben wieder schwanger. Und wurde nun für diese Zeit bis zum Mutterschutz krank geschrieben.  Der Arbeitgeber wusste das und es lief alles problemlos, es wurde aucz bereits über die neue Elternzeit gesprochen. War alles kein Problem.  Drum bin ich über diese Abmeldung nach Unterbrechung etwas erstaunt. Es wurde nichts mit mir kommuniziert darüber. Zumal bei Meldegrund 34 das Arbeitsverhältnis ja immernoch besteht, nur keine Sozialversicherungsbeiträge vom AG bezahlt werden...


Mayla

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Dass der Arzt nicht in die Zukunft schauen kann, ist klar. Meine Eerste Schwangerschaft lief etwas problematisch, und am Ende gab es dann größere Probleme. In dieser Schwangerschaft zeigten sich die gleichen Probleme, nur schon früher, weswegen meine Ärztin mir gesagt hat, dass sie mich für diese vier Wochen krankschreiben wird. In Absprache mit ProFamilia sollte ich dies auch gleich dem AG mitteilen.  Was heißt auch "fit und aktiv" gesehen worden. Egal ob ich krank bin, oder nicht, muss ich einkaufen, das Kind in die Kita bringen und abholen, zum Arzt oder in die Apotheke gehen und unter Umständen ein paar Meter laufen, wenn man nicht direkt dort parken kann. 


Neverland

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? Sie hat doch einen AG. Warum sollte sie also keine EZ nehmen können. Der AG hat sie scheinbar nur falsch bei der KK gemeldet.   


Neverland

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Ich würde mich einfach morgen an den AG wenden und fragen. Wäre nicht das erste Mal, das da ein "fähiger" Personaler einfach die falsche Kennung mitgeteilt hat. Und schon hat man die Lauferei.


Himbeere2008

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Vielleicht hat der AG sie komplett abgemeldet weil sie nach der Elternzeit nicht zur Arbeit erscheinen ist ? Evtl. Zweifelt er die AU auch an ? Wenn im Vorfeld schon alles angekündigt wird, wäre ich als AG hellhörig und würde die Krankenkasse ebenfalls mit ins Boot holen


Mayla

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Das hab ich schon auch im Kopf gehabt, dass es einfach nur ein Fehler sein könnte. Fehler passieren, ist zwar ärgerlich, aber menschlich. Werde mich dort auch morgen melden. Aber wenn ein AG die AUs anzweifelt - kann er dann einfach so handeln, also zb abmelden?  Ich habe halt auch nur so gehandelt, wie rs mir geraten wurde. 


Neverland

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Nein, der AG kann nicht mal einfach so abmelden weil er die AU anzweifelt. Auch fernbleiben usw hätte er erst einmal abmahnen müssen. 


Mayla

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Danke für die zahlreichen Antworten.  Auf Nachfrage am Montag stellte sich tatsächlich ein Fehler heraus und ich hab die Korrektur bereits erhalten.  Allerdings wollen sie mich auch nicht für den Monat bezahlen 🤦‍♀️


MamaausM2

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Du musst diese Mitteilung neu stellen, Frau  Bader liest nie nach.   Eine Nichtbezahlung ist nicht korrekt. Nach der Elternzeit wäre dein ursprüngliche Vertrag wieder aufgelebt und damit Lohnfortzahlung.die Frage ist halt wie wolltest du ohne Schwangerschaft dann arbeiten 


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