Frage im Expertenforum Recht an Nicola Bader:

Elternzeit vorbei und jetzt?

Frage: Elternzeit vorbei und jetzt?

Celinajolina0102

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Hallo. Ich habe da eine Frage. Meine kleine ist jetzt 9 Monate alt und meine Elternzeit ist bald vorbei. Ich möchte aber noch nicht das der Krümel schon in eine kita o.ä kommt. Da ich das unter drei Jahren ziemlich früh und schlecht für ihre ebtwicklung und die bindung finde. Jetzt ist die frage was tue ich jetzt. Men mann verdient nur ca 1300 netto. Und kann uns drei also nicht alleine unterhalten. Vllt können sie mir helfen. Glg


Mitglied inaktiv

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Du hast nichts über die Miethöhe geschrieben. Ihr könnt überprüfen lassen, ob Euch Hartz 4 zusteht. Es gibt Rechner im Netz, die Auskunft darüber geben. Eventuell kommt auch Wohngeld infrage. In manchen Bundesländern ist es allerdings so, dass vor Hartz 4 Bezug auch die Mutter eines 1-jährigen Kindes zumindest Teilzeit arbeiten gehen muss, denn ein Kita-Platz steht Euch zu ab 1 Jahr. Da interessieren persönliche Meinungen oder Emotionen bezüglich häuslicher Betreuung bis nach dem 3. Lebensjahr nicht.


Car.78

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Soll Dir Frau Bader jetzt jeden Monat 500€ überweisen? Dein Fall ist doch ganz einfach- entweder Du gehst wieder arbeiten oder Ihr kommt mit dem Geld von Deinem Mann + EG aus. Da gibt es nirgendwo die nächste Geldbörse die aufgeht und Dir zwei weitere Jahre daheim bleiben finanziert. Die Frauen, die das aus genannten Gründen wollen und machen haben entweder schon langfristig dafür gespart oder können es sich eben leisten. Deutschland ist doch sowieso schon das Paradies mit dem Elterngeld. In anderen Ländern hättest Du nach wenigen Wochen wieder arbeiten gehen dürfen.


la-floe

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Hey, gib mir doch mal deine Kontonummer, ich würde dich da gerne unterstützen. Ich habe selber 3 Kinder, die ich alle alleine grossziehe und die alle ab 1 Jahre schon in der Betreuung waren aber man muss auch gönnen können. *Ironie off* Geh arbeiten wie alle anderen auch. floe


Lewanna

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Wenn du nur ein Jahr Elternzeit bei deinem Arbeitgeber gemeldet hast, hast du keinen Anspruch auf Verlängerung. Vielleicht ist dein Chef ja nett. Dann kannst du auch bei einem anderen Arbeitgeber arbeiten. Vielleicht ein paar Stunden am Wochenende, wenn dein Mann zu Hause ist. Ansonsten bliebe nur Wohngeld. Wie andere schon schrieben: Elternzeit muss man sich leisten können. Das es nur 1 Jahr Elterngeld gibt habt ihr doch vorher gewusst. Wie sah denn euer Plan da aus? LG


luvi

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Hallo, Du kannst Kinderzuschlag und Wohngeld beantragen. Möglicherweise habt ihr Anspruch auf eins oder sogar beide. Du kannst auch Zeitungen austragen oder so was in der Art. Das kannst du auch mit aby machen. Oder du arbeitest Teilzeit in Elternzeit, zu Zeiten bei denen dein Mann zu Hause ist. LG luvi


mellomania

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wenn sie elternezeit hat, hat sie auch einen job. wenn sie nicht will, dass das kind schon betreut wird, muss sie es sich leisten können daheim zu bleiben. sie musste sich ja für die ersten beiden jahre festlegen. und wenn sie jetzt erst merkt, dass sie nach einem jahr arbeiten müsste und den job kündigt, weil sie net möchte, dass das kind betreut wird, fände ich es schon dreist, wenn sie das finanziert bekommt. über sowas denkt man VORHER nach. arbeiten. wie alle andren auch.


Felica

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Dein Problem ist das du weniger wie 2 Jahre EZ gemeldet hast. Der AG muss also der Verlängerung nicht zustimmen. Du hast ihn gesagt nach einem Jahr stehst du wieder, egal wie, in vollen Umfang wie vor der Geburt zur Verfügung. Kannst oder willst du das nicht, und stimmt der AG der Verlängerung nicht zu, musst du kündigen. Bedeutet keine EZ mehr, weil auch keinen AG mehr. Damit werden Dinge wie Krankenversicherung wichtig. Ohne AG und ohne EZ entfällt die nämlich. Müsstest dich dann wie jede andere Hausfrau auch über deinen Mann versichern wenn möglich. Oder selbst versichern. Auf ALG1 hast du keinen Anspruch, weil keine Kinderbetreuung und weil selbst gekündigt ohne Not. Also Sperre von denen. Bliebe evtl Wohngeld oder auch Kindergeldzuschlag. Müsstest ihr prüfen lassen. Hartz4 nur wenn bedürftig, also falls Lebensversicherungen, Sparbuch oder sonstwas da ist muss das erst unter Umständen verbraucht werden. Davon ab wird geprüft ob eure Wohnung angemessen ist usw. Heißt evtl also auch Umzug. Würde ich mir also genau überlegen. Weit besser mit dem AG sprechen, versuchen die EZ zu verlängern und innerhalb dieser stundenweise zu arbeiten. Dann wenn Papa oder Großeltern die Betreuung übernehmen können. Oder über eine stundenweise Betreuung durch Krippe oder Tagesmutter nachdenken. Fraglich aber ob ihr noch einen Platz bekommt wenn ihr euch bisher nicht drum gekümmert habt. Da du nur noch wenig Zeit hast, nächste Woche mit dem AG sprechen. Kündigen musst du nämlich 3 Monate zum EZ-Ende. Machst du das nicht rechtzeitig, müsstest du entsprechend erst arbeiten gehen. Einfach auf der Arbeit nicht erscheinen wäre eine blöde Idee weil der AG dir gegenüber sonst im schlechtesten Falle auch Schadensansprüche geltend machen könnte. Du begehst dann ja Vertragsbruch.


cube

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Naja, es hört sich so an, als wenn du generell gegen frühe Fremdbetreuung bist (was vollkommen ok ist!). Allerdings hättest du dann besser sofort 3 Jahre EZ eingereicht - oder mindestens 2 Jahre, um die Option auf weitere Verlängerung zu haben. Jetzt bist du auf die Zustimmung deines Chefs angewiesen oder musst selbst kündigen. Selbst kündigen halte ich aber für eine schlechte Idee. Da wird kaum ein Amt dir Geld geben, da du ja freiwillig ohne Geld da stehst. Sprich: es würde wohl eher verlangt werden, dass du dir schnellstmöglich einen neuen Job suchst. Gleiches gilt eigentlich für die Beantragung zusätzlicher Gelder, obwohl du arbeiten könntest und dein Kind ab 1 Jahr einen Anspruch auf Betreuung hat. Manche Ämter/Sachbearbeiter machen das mit und gewähren bis zum 3. LJ Unterstützung. Die meisten jedoch werden eher darauf hinweisen, dass du ja einen Job hast, dein Kind 1 Jahr alt ist und du bzw. ihr auch eine Gewisse Verantwortung habt, euren Lebensunterhalt selbst zu finanzieren. Wie einige schon sagten: Elternzeit muss man sich auch leisten können. Ich war selbst 3 Jahre daheim (weil ich nach 1 Jahr auch eigentlich geplanter EZ das Gefühl hatte, es ist zu früh). Allerdings haben wir dafür Erspartes genutzt und uns eben auch ansonsten entsprechend eingeschränkt. Ich kann dich also verstehen, keine Frage. Aber du kannst nicht erwarten, das die Allgemeinheit dir deinen Wunsch finanziert. Wie wäre es denn mit einer Tagesmutter? Frag deinen Chef, ob er die EZ verlängert und dich in EZ in Teilzeit ein paar Stunden täglich beschäftigen würde. Dann wäre dein Kind nicht ganztägig in der Krippe, sondern nur ein paar Stunden täglich bei einer Tagesmutter. Vielleicht passt das dann finanziell für euch? Ansonsten frage bei den Ämtern nach, wie Willens diese wären bzgl. Wohngeld etc. Ich weiß nicht, was du vorher verdient hast - wenn es mehr ist als dein Mann verdient, könntest du auch wieder arbeiten gehen und er nimmt Elternzeit?


luvi

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Mellomania, Wegen Wohngeldanspruch: Du hast gefragt, weshalb sie Wohngeld Anspruch haben sollte. Soweit ich weiß, betrachten die Wohngeld Stellen das momentane Familieneinkommen und wenn dass Einkommen innerhalb bestimmter Grenzen liegt, besteht Anspruch auf Wohngeld. Es wird nicht geschaut, ob ein Elternteil aufgrund der Elternzeit nicht arbeiten geht. Vielleicht wird das auch regional unterschiedlich gehandhabt. LG luvi


mellomania

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ok. danke. für mich nich nachvollziehbar aber wenn es so ist...es sollte doch jeder erstmal selber schauen, durch arbeit etc, dass das einkommen aufgebessert wird. elternzeit muss man sich leisten können. ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass jemand keine lust hat das einkommen der familie aufzubessern und liebe in elternzeit bleibt oder bewusst kündigt und dann anpsrüche auf wohngeld und andre zuschüsse hat..notlage kein thema aber mutwillig? hmmm


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