Zuckerfee013
Meine 11 Monate alte Tochter ist seit 5 Monaten ungefähr Spinat und Kartoffelpüre mit dem Löffel aber sie möchte nichts anderes essen. Ich traue mich nicht wirklich ihr irgendwas zu geben weil ich immer angst habe das sie daran ersticken könnte da sie jetzt erst ihre Zähne bekommt, beziehungsweise die ersten zwei Zähne sind jetzt durch. Sie bekommt immer noch Milch von milumil und michl tetrapacks weil sie nicht wirklich viel feste Nahrung zu sich nehmen will was kann ich da tun?
Doris Plath
Liebe „Zuckerfee013“, ich verstehe jetzt den Hintergrund Ihrer Angst nicht. Haben Sie einmal eine schlechte Erfahrung gemacht? Dennoch würde ich Sie dazu ermuntern Ihre Kleine ruhig mehr zu fordern und zu fördern. Nur was die Kleinen üben und probieren dürfen, können Sie letztlich auch lernen. Geben Sie Ihrem Schatz also genug Gelegenheit sich an weitere feste Speisen zu gewöhnen. Neben dem Saugen soll sie nun auch kauen und „beißen“. Das ist neben der Nährstoffversorung wichtig z.B. für die Sprachentwicklung Ihrer Tochter. Kinder kauen und zermalmen das Essen nicht nur mit den Zähnen. Auch die harten Kau- und Kieferleisten tun hier ihre Dienste. Wenn das Essen also etwas fester ist, können die Kleinen damit erfahrungsgemäß dennoch recht gut umgehen. Grundsätzlich is(s)t aber jedes Kind anders und auch unterschiedlich reif und geschickt was das Kauen und Beißen betrifft. Deshalb unbedingt immer dabei bleiben und zuschauen, wenn das Kind etwas isst. Versuchen Sie behutsam herauszufinden mit welcher Konsistenz Ihre Tochter gut zurecht kommt. Im Zweifel lieber etwas weicher lassen. Viele liebe Grüße Doris Plath
Zuckerfee013
Danke für den Tipp ich habe nur etwas angst weil wir ihr schon mal vor 3 monate einen babykeks versucht haben zu geben und die währe fast daran erstickt, als sie an einer Melone die ich in der Hand hielt gesaugt hat hat sie auch abgebiessen und währe fast erstickt und an einem Brötchen währe sie auch fast erstickt aber ich werde es einfach weiter versuchen. kann sie denn alles essen was wir auch essen oder muss ich auf etwas bestimmtes achten? und wie bekomme ich sie von der Milch flasche weg? danke für ihren Tipps und das sie dich Zeit für uns nehmen Liebe grüße ihre Zuckerfee013
Doris Plath
Liebe „Zuckerfee2013“, das kann ich gut nachvollziehen, dass Sie nach diesen Vorfällen bezgl. Abbeißen und fester Kost übervorsichtig sind. Vielleicht hilft Ihnen dazu dieser Gedanke: Kinder haben nun mal einen sehr empfindsamen Würgereflex. Das kennen Sie bestimmt, wenn ein Spatel bei einer ärztlichen Untersuchung in den Mund gelegt wird, dass wir dann automatisch würgen. Manche Babys sind hier sehr sensibel. Ein kleines Stückchen Brei oder Brot bzw. etwas Druck im hinteren Rachen kann schon den Würgereflex auslösen. Das sieht oft schlimmer aus als es ist. Lassen Sie Ihre Tochter beim Essen auf keinen Fall unbeaufsichtigt, damit Sie weiter beobachten können, wie sie mit dem Essen zurecht kommt und umgeht. Bei den drei Fällen, die Sie oben beschreiben, hat Ihre Kleine jedes Mal von etwas abgebissen. Dafür war sie wohl noch nicht reif und geübt genug. Aber auch das wird sie noch lernen, mit Ihrer Hilfe und auch dem natürlichen Reifungsprozess im Laufe des Alters. Anstatt nun gleich wieder was zum Abbeißen zu geben, wäre es sinnvoller sanftere Übergänge vom püriertem Brei zu grobem bis stückigem Brei zu schaffen. Auch das Zerdrücken mit einer Gabel ist hilfreich. So kann sich Ihre Kleine in kleinen Schritten ans Kauen und Beißen gewöhnen. Unsere Menüs mit Stückchen für verschiedene Altersstufen sind ideal abgestimmt dafür, wenn Babys kauen lernen sollen. In diesem Alter reichen bei der Milch 400-500 ml inklusive Gramm Milchbrei pro Tag aus (im zweiten Jahr dann etwa 300 ml). Bieten Sie anstelle von Milch andere Lebensmittel an. Lassen Sie sich auch nicht zu schnell rumkriegen, falls Ihre Kleine zunächst protestiert. Sie hatte sehr lange Zeit sich an die Milchflasche zu gewöhnen, da ist es verständlich, wenn sie diese nicht gleich freiwillig aufgeben will. Gehen Sie hier konsequent vor. Nehmen Sie neben Spinat und Kartoffeln nun unbedingt auch andere Lebensmittel ins Spiel. Jetzt zum Ende des ersten Jahres kann Ihr Mädchen im Grunde das bekommen, was es in der Familienküche auch gibt. Natürlich möglichst nicht gesalzen und wenig gewürzt. Zweigen Sie dazu etwas vom eigenen Mittagessen ab bevor Sie es für sich selbst würzen. Auch mal zerdücktes Obst oder zerbröselter Babyzwieback/Babykeks, die Sie in Fruchtsaft oder Milch einweichen können. Bauen Sie sich so behutsam eine Brücke vom Babybrei zu stückiger Kost. Klappt das recht gut, dann wird Ihr Schatz bestimmt auch besser mit abgebissenen Stücken umgehen können. Und noch ein ganz wichtiger Punkt. Versuchen Sie Sicherheit beim Essen auszustrahlen und zu vermitteln. Wenn Sie als Mama unsicher sind, überträgt sich das auch auf Ihre Tochter. Bieten Sie selbstsicher und frohen Mutes neue Speisen an, seien Sie selbst davon überzeugt, dann kann auch Ihr Mädchen daran wachsen. Viel Erfolg beim Umsetzen und viel Durchhaltevermögen! Doris Plath
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