Lela77
Hallo! Unsere fast 1jährige Tochter ist irgendwie kein guter Esser. Mittags will sie oft nur eine halbe Portion essen und abends auch nur wenig. Ich glaube allerdings, sie hat einfach keine "Lust" zu essen. Wenn ich ihr abends beim Spielen die Brotstückchen hinterher trage und in den Mund schiebe, dann isst sie nochmal recht viel. Still im Hochstuhl sitzen und essen hingegen funktioniert nicht gut. Vor dem Hintergrund, dass sie nachts oft aufwacht, möchten wir aber natürlich sicherstellen, dass sie satt ins Bett geht. Außerdem erscheint mit die Menge einfach zu wenig. Haben Sie irgendwelche Tipps? Und sollte ich das "Essen nachtragen" vermeiden, weil es irgendwann eine schlechte Angewohnheit wird - oder ist das in dem Alter noch nicht so schlimm und ordentliche Tischmanieren kann man später noch einführen? Und kann ich davon ausgehen, dass sie sich schon genug Kalorien holt, auch wenn es auf den 1. Blick nicht so aussieht? Viele Grüße Lela
Veronika Klinkenberg
Liebe Lela, ich kann gut verstehen, dass Ihnen das Essverhalten Ihres Töchterchens Kopfzerbrechen bereitet. Erst einmal möchte ich Sie dahingehend beruhigen, dass der Bedarf an Energie nicht immer gleich ist und die Essensmengen von Zeit zu Zeit schwanken können. Ihre Kleine scheint zu den Kindern zu gehören, die mit kleineren Portionen auskommen. Außerdem empfinde ich Ihre kleinen Schatz als sehr quirliges, aktives Mädchen, das für alles andere mehr Zeit hat als für´s Essen. In diesem Alter beginnen sich Kinder ja die Welt langsam aus einer anderen Perspektive zu erobern, das ist sehr spannend. Entscheidend ist, dass sich Ihre Maus altersgerecht entwickelt, d.h. an Gewicht zunimmt, wächst und einen fitten, putzmunteren Eindruck erweckt. Das scheint der Fall zu sein. Trotzdem ist es wichtig, die Kleine sanft zu führen und sie langfristig an eine gesunde Essensweise zu gewöhnen. Ihr Kind kommt nun in ein Alter, in dem Kinder kleine Löwenkämpfe suchen und ausloten, wo ihre Grenzen sind. Ständige Ablenkungsmanöver und Tricks sind auf Dauer nichts und führen zu schlechten Essgewohnheiten. Auch kann Ihr Mädchen lernen, sich etwas Zeit für die Mahlzeiten zu nehmen. Spielzeiten und Essenszeiten sollten klar voneinander getrennt sein, damit Ihr Spatz lernt, Hungersignale von dem Bedürfnis nach Zuwendung und Spiel zu unterscheiden. Bei so munteren, quirligen Mädchen ist es wichtig, dass sie nicht aus dem Spiel gerissen werden. Geben Sie Ihrem kleinen Schatz frühzeitig Bescheid, dass es bald etwas zu Essen gibt und holen Sie sie ab. Achten Sie darauf, dass bei den Mahlzeiten keine Ablenkung wie laufender Fernseher, Radio, Spielsachen stören. Ich würde der Kleinen kein „Essen nachtragen“, gegessen wird grundsätzlich zu festen Zeiten bei Tisch. Setzen Sie sich zusammen an den Tisch und bieten Sie eine Auswahl an gesundem Essen an, bei jeder Mahlzeit sollte etwas enthalten sein, das die Kleine kennt. Kombinieren Sie babygerechtes Essen und kindgerechte Speisen vom Familientisch, ebenso wie Ihr Kind schon damit zurechtkommt. Geben Sie ihr ein eigenes Tellerchen, lassen Sie sie mit den Händen kleine Lebensmittel greifen und zum Mund führen und mehr oder weniger gut mit dem Löffel umgehen. Lassen Sie sie experimentieren, das Essen anfassen, auch einmal matschen. Essen Sie selbst mit Genuss und Ruhe vor Ihrem Kind und zeigen ihr so, dass es Ihnen schmeckt und welchen Wert Sie selbst dem Essen beimessen. Isst sie nur eine kleine Menge oder endet das Essen in einer einzigen Spielerei, sagen Sie ihr ganz ruhig, dass das Essen jetzt für sie beendet ist. Dann gibt es aber bis zur nächsten Mahlzeit nichts auch nicht spielend auf dem Boden. Es macht nichts, wenn Sie ab und zu den Hunger zum Gehilfen machen. Machen Sie es einmal ganz anders: Stellen Sie das Essen nicht zu sehr in den Mittelpunkt, machen Sie keine "große Sache" daraus, ob Ihr Töchterchen etwas isst oder nicht und arbeiten auch nicht mit Tricks und Ablenkungsmanöver. Ihre Kleine ist in einem Alter, in dem Kinder sich ihrer Wirkung bewusst werden. Sie bekommt sehr schnell spitz, dass sie mit ihrer Verhaltensweise viel Aufmerksamkeit bekommt und etwas erreichen kann. Oder umgekehrt, wenn sie merkt, dass die Mama ihrem Verhalten keine Aufmerksamkeit schenkt, wird sie sich Schritt für Schritt mehr für das Essen interessieren. Gehen Sie sicher und konsequent vor, wenn Ihr Spatz merkt, dass Sie ihrem Verhalten keine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und Grenzen aufzeigen, wird sie in kleinen Schritten besser und mehr essen und über kurz oder lang die Essensweise übernehmen, die ihr vorgelebt wird. Sie bekommen das nach und nach hin :) Herzliche Grüße Veronika Klinkenberg
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