Frage im Expertenforum Beziehungsprobleme an Xenia Bukowsky:

Mobbing - Arbeit

Frage: Mobbing - Arbeit

Schneeflöckchen2025

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Hallo, ich hatte schon mal geschrieben bzgl. meiner Tochter und des Mobbings auf der Arbeit. Leider ist sie noch nicht aus der Situation rausgekommen. Sie schaut sich um nach einer anderen Stelle, aber muss eben auch was Adäquates finden. Die Gesundheit hat leider durch diesen Psychoterror auf Arbeit auch schon gelitten.  Die Spielchen der Firma werden mittlerweile immer rabiater. So wird vor ihr gesagt, wie sie ihre Stelle vernichten möchten und es wird gelacht, die anderen Angestellten machen mit. Dann wird wieder von Ihnen gelacht und gesagt: "Ist sie bald Arbeitslos. Gehört zu den faulen Schweinen, die nicht arbeiten wollen." Oder "Die Schein-Kranken sind auch zu faul zu arbeiten, sie haben nur Ausreden". Genau, das, was sie dort tun, wird dann überall kund getan, so dass es nun eine Art "Jagd" ist, die sie eröffnen.  Wenn sie sich wehrt, wird noch mehr gelacht und gesagt, ob sie jetzt Angst hat. Also das hat nichts gebracht.    Wie reagiert man weiter: schweigen, weil das Wehren nichts gebracht hat. Und was muss in den Köpfen dieser Leute vorgehen, dass sie so aggressiv agieren. Es vergeht kein Tag, wo dieses Verhalten an den Tag gelegt wird.  Eine Reaktion wäre sich krank schreiben lassen wegen Mobbing, aber das geht ja auch nicht dauerhaft. Haben sie noch eine Idee, was man machen kann vom Verhalten her, um wenigstens bis zu einer neuen Stelle durchzuhalten? Ich habe Angst, dass auch ihr Selbstbewusstsein so leidet, dass sie vielleicht sogar noch Angst vor einer neuen Arbeit hat, weil sie dann schon vermutet, dass sowas wieder losgehen könnte.


Xenia Bukowsky

Xenia Bukowsky

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Hallo Schneeflöckchen,  vielen Dank, dass du dich nochmal meldest. Es tut uns sehr leid zu hören, dass sich die Situation für deine Tochter weiter verschlimmert hat. Was du beschreibst (systematischen Erniedrigungen, Drohungen und das Lachen auf ihre Kosten) deutet stark auf massive psychische Gewalt am Arbeitsplatz hin. Dass ihre Gesundheit bereits leidet, ist ein deutliches Warnsignal.  Deine Tochter sollte sich zeitnah an ihre*n Hausärzt*in wenden und offen über die Situation und die gesundheitlichen Auswirkungen sprechen. Eine Krankschreibung ist bei einer solchen Belastung absolut legitim und kein Zeichen von Schwäche, sondern notwendiger Selbstschutz.   Wir hatten beim letzten Mal bereits auf Antidiskriminierungsberatung hingewiesen. Zusätzlich kann es sehr hilfreich sein, sich an eine Beratungsstelle zu wenden, die auf Mobbing am Arbeitsplatz spezialisiert ist. Suche am besten nach den Begriffen “Mobbing”, “Beratung” und dem Bundesland, bzw. Stadt. Diese Beratungen können deiner Tochter nicht nur rechtliche Unterstützung geben, sondern helfen auch Strategien zu entwickeln, wie sie mit der Situation umgehen kann.  Deine Sorge, dass ihr Selbstbewusstsein dauerhaft leidet, ist berechtigt. Solche Erfahrungen hinterlassen Spuren. Umso wichtiger ist es, dass sie professionelle Unterstützung bekommt. Jemanden, der ihr hilft zu verstehen, dass das Problem nicht bei ihr liegt, sondern bei diesem gewaltvollen Arbeitsumfeld.  Wir wünschen euch beiden viel Kraft!  Leonie und Xenia 


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