Melly24
Hallo, Meine 11 Monate alte Tochter möchte keinen Brei mehr essen. Sie will alles von unserem Essen. Was kann ich Ihr schon alles geben, damit ich nicht 2 mal kochen muss. Mein 3 Jähriger ist ein sehr schlechter Esser. Wenn es nach ihm geht gibt es nur Nudelsuppe, Schupfnudeln oder Maultaschen. Koche ich was anderes verweigert er. Ich habe schon alles mögliche versucht. Jetzt hat er sich mal Fischstäbchen gewünscht, kann ich das meiner Tochter auch schon geben? Hätten sie einen Tipp, wie ich meinem Sohn anderes Essen schmackhaft machen könnte? Die kleine fängt jetzt auch schon an und verweigert Gemüse und auch sonst alles was ihr Bruder nicht ißt.. Wie könnte oder sollte ein ausgewogener Essalltag für 3 bzw. fast 1 jährige aussehen. Über Frühstück, Zwischenmahlzeit, Mittag- und Abendessen. Ich weiß das sind viele Fragen. Aber mein Sohn hat mit einem Jahr alles gegessen, was ich ihm gegeben habe, und jetzt will er nicht mehr. Er wiegt auch sehr wenig ( 14kg bei 100cm). Meine Tochter schaut sich jetzt auch alles bei Ihm ab. "Was mein Bruder nicht mag, mag ich auch nicht!" Vielen Dank schonmal für ihre Mühe. LG Melly
Hallo Melly24 umgekehrt wäre die Sache mit dem Essen natürlich einfacher. Also wenn der Bruder sich das Gemüse essen bei der kleinen Schwester abschauen würde... Wie du in dieser Angelegenheiten am besten weiter vorgehen solltest, da könntest du dich bei Frau Ubbens (Forum "vom Groß-und Starkwerden") beraten lassen. Mit Beginn des Kigaalters, ab etwa 3 Jahre entwickeln Kinder verstärkt eine Zurückhaltung in Essensangelegenheiten. Besonders grünes Gemüse wird skeptisch beäugt. Was dagegen hilft ist, Gemüse in Gerichte einzuarbeiten. Gemüse ist vielseitig. Die meisten Kinder haben trotz einer Abneigung gegen die meisten Gemüsesorten, trotzdem zwei drei Sorten, die sie durchaus gerne essen. Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten, Gurken - all das zählt zu Gemüse. Oder pflanzt doch mal auf der Fensterbank eine Bohnenpflanze in einem kleinen Töpfchen an. Die könnt ihr bald ernten und Festessen (Bohnen immer kochen) draus machen. Da soll dein Kleiner sein Kuscheltier (und die Schwester) einladen und mit ihm die eigene Ernte verspeisen. Auch wenn es vorerst nur eine einzige Bohne ist....So kriegst du ihn dazu - Spiele helfen immer. Einseitige Vorlieben, du nennst Schupfnudeln, Maultaschen und Nudelsuppe, sind mitunter auch als völlig normal zu bewerten. Irgendwann hat der Körper genug, man spricht dann von der sog. spezifisch sensorischen Sättigung. Appetit auf andere Speisen kommt wieder. Kinder mögen das, was sie kennen. Auf diesen bekannten und beliebten Speisen kannst du aufbauen. Dein Kind dazu bringen neue Speisen in kleinen Mengen zu kosten. Biete deinem Kind eine verlässliche Basis an Speisen, esst zusammen und lass ihn erwartungsfrei zwischendurch immer mal wieder Neues kosten. Zwanglos, spielerisch. Meistens ist es sogar so, dass die Kinder Obst/Obstsäfte gerne essen/trinken und auch ein bis zwei oder mehrere Gemüsesorten durchaus gerne essen. Tomaten, Kartoffeln, Gurken... all das steht meist hoch im Kurs. Pizza, Pommes, Rahmspinat - all das enthält Gemüse. Gemüse kannst du in Gerichte einarbeiten: Gemüse in der Fleischsoße, Cremesuppen mit tollem Namen. Spinatpfannkuchen: Meine jüngere Tochter mag Spinat nur in Pfannkuchen eingebacken. Dazu nimmst du Blattspinat, ca 2-3 von den portionierten Klumpen in wenig Wasser garen und den Saft (Vorsicht heiss!, vorher Hände waschen) ausdrücken. Den Spinat auf einem sauberen Brett klein schneiden. Pfannkuchenteig mit einem Ei und Milch (Salz, Zucker, Öl) herstellen, Spinat unterrühren und einen oder zwei Pfannkuchen in Öl ausbacken. Foto, siehe oben im Forum Hier ein Foto für Pizzagesichter zum Selbst belegen: Die Augen sind aus geschälten und gegarten Paprika - bzw Zucchinistückchen. Die Haare aus Spaghetti. Allein schon aus Neugier wandert so ein Stückchen Nase/Auge/Mund in den Kindermund. Und wenn es schmeckt, ist der Anfang gemacht.... siehe auch oben bei den "Fotos". Gemüse lässt sich auch in Fleischsossen verstecken, in Gulasch, in Bratensosse. Gemüse wird oft meist gut akzeptiert, wenn es entsprechend zubereitet wurde. Cremesuppen sind meist beliebt. Gib der Suppe einen "richtigen" Namen, einen der nicht auf Gemüse hindeutet, sondern mit dem sich dein Kind identifizieren kann - schon wird wenigstens probiert. Welche Ideen hast du dafür? Wer sind die Helden deines Kindes? Manche Kinder lieben Gemüse viel mehr, wenn es beim Essen schön kracht und knackt. Da ist Rohkost das Mittel der Wahl. Leuchtende Möhrenstückchen, knackige Gurkenhäppchen, rohe Kohlrabisticks, Nicht aber jedes Kind kann rohes Gemüse gut verdauen. Oder sie haben keine Lust zum Kauen .... Deshalb muss ein Kind herausfinden, was es bevorzugt. Koche doch einmal Erbsensuppe aus TK-Erbsen. Die Erbsen werden nach dem Kochen (in Salzwasser) püriert und anschliessend noch mal durch ein Haarsieb gestrichen - Toll! Erstens knallgrün und zweitens lecker, und meist gut verdaulich. Die gesiebte Erbsensuppe mit etwas Sahne nochmals aufkochen, abschmecken (Zucker, Salz) Und eigentlich wolltest du ja vielmehr ein paar Tipps zum Speiseplan deiner Tochter... Also: das Frühstück ist doch prima. Als ZMZ könntest du Obst oder Butterbrotstückchen, Babyreiswaffel oder Hirsekringel o.ä. geben. Kekse sind nicht so ganz optimal Mittagessen kann aus Brei/Breizutaten in Stückchen und Familienessen bestehen. Den GOB kannst du schlicht durch Obst tauschen oder wie vormittags, ggf jetzt Kekse oder trockenen (fettarmen), wenig süßen Kuchen. Hefezopf bspw Abendessen ist auch wieder bilderbuchhaft. das tägliche Essen* sollte bestehen aus: Reichlich Getreideprodukte wie Brot, Nudeln, Reis etc reichlich Obst und Gemüse, etwa 5 P am Tag gefolgt von Milch- und Milchprodukten Fleisch, Fisch Fette und Öle am wenigstens sollte der Anteil Süßigkeiten sein ausreichend Getränke, Wasser *bzw der Wochenplan Für 1- jährige gilt in etwa: täglich ca 80g Getreide/Brot 120g Kartoffeln (bzw Reis, Nudeln etc) 120g Gemüse 120g Obst 300ml Milch, Milchprodukte 30g Fleisch/Wurst 1-2 Eier pro Woche 25g Fisch pro Woche 15g Streichfett/Öl geduldet sind ca 10% Süßigkeiten am Gesamtanteil der zugeführten Energiemenge* (*tägl Energiemenge ca 950 kcal) Quelle: FKE, DO, 2006 die Angaben entsprechen OptiMIX. bei deinem gestillten Kind fällt die Kategorie "Milch" sozusagen als Mengenangabe aus, bzw kann weniger sein. Dein Kind bekommt Mumi, die auch der besseren Verdauung und Nähstofffresorption hilft. Es geht bei der Einführung zur Familienkost zunächst vor allem darum, gemeinsame Mahlzeiten am reichhaltig gedeckten Tisch zusammen einzunehmen. Wenn deine Kleine immerhin Obst in den Mund steckt, ist das ein erste Anfang. Sie muss sich daran gewöhnen. Du kannst Banane roh zerdrücken, Birne ebenfalls, rohen Apfel kannst du auf einer Reibe fein reiben oder ein Mus kochen. Es muss nicht immer alles pur und basic angeboten werden. Experimentiere mit leckeren Gerichten, in die du Obst/Gemüse einarbeitest. Es zählt der Gesamteindruck einer Speise: Bem einer Gemüsecremesuppe schmeckt das verwendete Gemüse anders, es wird anders wahrgenommen. Das Mundgefühl ist besser. Die Mengen sind steigerbar. Und wenn die Suppe angenommen wird, ist der Weg zu der Gemüsesorte in einer anderen Form häufig nicht mehr weit. Manchmal ist auch der Zeitpunkt, das Drumherum ein entscheidender Faktor bei der "Bewertung" einer neuen Speise. Versuche immer wieder Neues schmackhaft zu machen. Also dann Grüße B.Neumann
Melly24
Hallo, hab hier mal unseren momentanen Tagesablauf: ca. 7 Uhr 1 Scheibe Butterbrot (Belag mag sie nicht), 50 - 100ml verdünnte Kuhmilch und 50 g Hipp Babyjoghurt Zwischendurch 2-3 Kekse ca. 12.30 Uhr Mittagessen mit uns und 1 Becher Frucht ca. 15.15 Uhr 200 g GOB oder HIPP Quetschbeutel und ein paar Kekse ca. 18 Uhr Versper 1-1 1/2 Scheiben Brot mit Kiri, 1 Babybel, etwas Fleischwurst und 100g Babyjoghurt ca. 19.15 Uhr Einschlafstillen (wobei sie mehr nuckelt, akzeptiert aber nichts anderes) Trinken tut sie nur Wasser ca. 200 ml Frisches Obst oder Gemüse mag sie nicht und spuckt alles wieder raus. (Versuche es immer wieder) Was könnte bzw. sollte ich verändern/ergänzen? LG Melly
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