79anin
Guten Tag! Mein Sohn (1 Jahr) isst morgens Brot mit Butter/Frischkäse dazu Kindermilch, Mittags ein Gläschen (ab 12 Monate), am Nachmittag GOB mit geriebenem Obst der Saison und abends sollte er eigentlich bei uns mitessen (da gibt es bei uns die Hauptmahlzeit des Tages). Doch das gestaltet sich schwierig. Gläschen isst er alle, doch selbst gekochte Speisen nur widerwillig 1-2 Löffel. Mir gehen langsam die Ideen aus was ich ihm anbieten könnte als Abendbrot (dzt. Milchbrei mit Vollmilch). Fingerfood verweigert er komplett (außer Brotstücke und Hirsekringel), fein püriert isst er einige Löffel Geschnetzeltes mit Obers, Gemüse und Kartoffeln, auch Kürbus-Kartoffelgulasch (nur mit Obers/Creme***e) isst er sowie Kohlrabisauce. Aber diese 3 Gerichte kann ich ja nicht ständig kochen!? Haben Sie vielleicht noch Ideen? Wenn er abends mit uns isst was kann ich dann statt dem Gläschen mittags geben? Was könnte ich nachmittags statt dem GOB geben - oder kann ich den noch beibehalten? Fragen über Fragen :-) Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße!
Hallo 79anin du machst alles genau richtig. Mach weiter so. Biete deinem Kind den gewohnten Brei an, den du mit Familienkost ergänzt. Statt aus dem Gläschen wäre es gut, den Brei auf einem Teller zu servieren. ;Langsam könntest du den Brei aus dem Gläschen mit selbst gekochtem Brei ersetzen, mit dem Ziel, den Brei allmählich stückiger zu geben. Familienkost ist eine Übergangszeit. Gewohntes sollte mit Neuem kombiniert werden. weil Essen lernen über Gewöhnung geschieht. Auch das Probieren und wieder Ausspucken ist ein erster Schritt in Richtung Familienkost. Babys in diesem Alter wollen vieles probieren. Sie reißen Mama und Papa das Brot aus der Hand. Sie begutachten die Speisen, die auf dem Tisch stehen - zuerst mit den Händen, dann mit dem Mund wobei manches geschluckt und manches wieder ausgespuckt wird. Butter ist oft ein interessantes Untersuchungsobjekt. Nudeln werden auf den Boden geworfen, Brot in sämtliche Einzelteile zerpflückt, der Belag vom Brot heruntergeholt und gekostet, der Belag nur abgeleckt, Hände im Kartoffelbrei gebadet.... Essen ist ein Erlebnis, das mit allen Sinnen erfahren werden sollte. Ein reichhaltig gedeckter Tisch weckt die Neugier und fördert das soziale Lernen, das einen sehr großen Stellenwert in der Ernährungserziehung einnimmt. Das soziale Lernen basiert auf dem Nachahmungsinstinkt. Je mehr euer Kleiner bei euch Großen sieht, was und wie ihr esst, desto mehr möchte er dem nacheifern. Serviere auch den Brei aus dem Gläschen auf einem Teller/Schüssel und fördere so das Erlebnis Familientisch, zelebriert das gemeinschaftliche Mahl. Biete Vielfalt beim Essen und wechsle langsam von Gläschen auf normale Kost. Statt Obstbrei aus dem Glas, kannst du gematschte Banane geben, oder Bananenstückchen, statt Apfelbrei ein frisch geriebener Apfel. Den GOB kannst du geben, wenn ihn dein Kleiner noch gut und gerne isst. Sonst würde es ausreichen, nur Obst und/oder Hirsekringel zu geben und etwas, was auch du nachmittags isst. Das Obst darf gerieben, zerdrückt, gekocht oder roh sein. Je nach Belieben. Lass deinen Kleinen auch mal zu einem anderen Zeitpunkt ein Stückchen Obst probieren. Eine ganz kleine Probiermenge, kann ihn vielleicht überzeugen, dass es schmeckt und er wird es künftig ggf auch nachmittags akzeptieren. Es ist aber auch völlig okay, breiig zu essen, wenn es erforderlich ist. Biete genügend Kauanreize und morgens isst dein Sohn immerhin Brot, das Kauarbeit erfordert. Lass ihn direkt bei dir probieren, arrangiere kleine weiche LM wie Bananenstückchen hübsch auf einem Teller und gib ihm die Häppchen neben seinem Brei, besser noch - lass es ihn selbst erkunden/erleben. Der Milchbrei am Abend ist wunderbar. Koche den Brei evtl mal etwas fester. Grißeschnitten sind ein Kompromiss zwischen breiig und fest. 125g Kuhmilch 25-30g Weichweizengrieß oder Maisgrieß (Polenta) Grieß in der Milch gut 3 min aufkochen, Grieß ausquellen lassen, auf einen Teller streichen, stehen lassen, Rauten schneiden, etwas Butter dazugeben, evtl etwas süßen. Mittags: Kartoffeln, Gemüse, Fleisch. Alles darf etwas leicht gewürzt sein, wenn es besser akzpetiert würde. Nudeln mit Gemüseosse, Couscous.... plus Reste vom Abendessen vom Vortag, wenn geeignet und am besten zusammen mit dir. Auch abends solltet ihr euer Kind mitessen lassen, zum Grießbrei. Kennst du Couscous? Es ist eine Art Weizengrieß, der üblicherweise über Wasserdampf gegart wird. Es gibt neben der herkömmlichen Variante eine Art Instantcouscous. Letzterer wird sehr schnell gar. Nebenbei ein bisschen Gemüse dünsten oder vorbereitetes Gemüse aus TK entnehmen. Fix gezauberte Beilage :-) Paprika-Möhrensosse zu Nudeln oder Couscous gewürfelte und geschälte Paprika (mit dem Schälmesser einfach schälen) zusammen mit kleingeschnittenen Möhren garen und anschliessend pürieren, nach Bedarf Sahne zum Abschmecken zugeben. Evtl Mozzarellakäse dazugeben. Die Sosse lässt sich auch einfrieren. Erbsensosse/suppe TK-Erbsen in leicht gesalzenem Wasser kochen. Nach dem Kochen pürieren und anschliessend noch mal durch ein Haarsieb streichen. Mit Sahne nochmals aufkochen, abschmecken (Zucker, ganz wenig Salz) - Toll! Erstens knallgrün, zweitens lecker, und in kleinen Mengen auch gut verdaulich. Die blähenden Häutchen sind entfernt. Die einfachste Sosse ist gemacht, wenn du den üblichen Gemüsebrei, ohne Kartoffeln oder andere Zutaten, einfach nur einen Gemüsebrei (selbst gekocht oder aus dem Gläschen) mit etwas Wasser und Sahne aufkochst und ganz vorsichtig würzst. Voilà, fertig ist eine Gemüsesosse. Kartoffelbrei ist für den Anfang bestens geeignet. Dazu weich gekochte und in Butter oder Öl geschwenkte Gemüsestückchen wie Möhren oder Kürbis, Zucchini, Erbsen usw. Als Fleischzugabe Minifrikadellchen. Rindersteak (mageres Stück Fleisch eben kann auch Schwein sein) beim Metzger durch den Fleischwolf drehen lassen, die Masse vorsichtig würzen, wenn nötig. Evtl Öl und/oder Semmelbrösel dazu und kleine Bällchen formen, im Ofen garen oder in der Pfanne herausbraten. Nicht zu dunkel (kross) werden lassen. Sie lassen sich auch gut einfrieren. Dann lohnt sich der Aufwand. In Sosse servieren oder pur. Grüße B.Neumann
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