Elias-finn
Mein Sohn 15monate fängt langsam an am Tisch zu essen weis nicht was ich ihm kochen soll er hatte eine Phase er hatte über einer Woche fast nix gegessen sein Milch nicht und Gläschen nicht.Brei nicht Immer so Löffel weise nur und jetzt trinkt er wieder Milch er isst immer nur bisschen von allem ist er jetzt in der Phase das er aus probiert was ihm schmeckt? Und isst bald richtig am Tisch
Hallo Elias-finn koche ganz normales Familienessen, das dir/euch schmeckt, würze entsprechend weniger oder mildere Gerichte im Nachhinein für deinen Sohn ab - du kannst manches bspw mit Wasser strecken oder schlicht weniger geben. Dein Sohn ist gerade in einer Phase, in der er viel ausprobieren möchte. Noch hat er die Bereitschaft und die Neugier, von Neuem zu kosten. Er hat einen Nachahmungsinstinkt, weshalb es gut ist, dass ihr gemeinsam bei Tisch esst, so kann euer Kind euch Großen einfach imitieren und sich so langsam an neue Speisen, an neue Aromen, an neue Konsistenzen gewöhnen. Kinder müssen eine neue Speise mitunter sogar bis zu 10 mal probieren, bis sie es gut akzeptieren. Wiederholungen sind deshalb gut. Was isst du/Papa gerne? Ist es kindgerecht? Wie könntest du die Gerichte ggf kleinkindgerecht abwandeln, dass euer Sohn mitessen kann? Ab und zu kannst du ausserdem typische Kindergerichte auf den Tisch bringen. Doch langfristig ist es gut, wenn hier Kompromisse geschlossen werden. Kindergerichte und keine speziellen Kindergerichte. Koche so, dass es euch allen schmeckt. Wobei euer Sohn selbst entscheiden sollte, wie viel er von dem neuen Gericht essen möchte. Ablehnen nach vorherigem Probieren ist erlaubt! Vielleicht schmeckt es ihm beim nächsten Mal besser. Vielleicht ist dein Kind aber auch nach mehrmaligem Probieren nicht für Gericht xy begeisterungsfähig. Das kann ggf am persönlichen und individuellen Geschmacksempfinden oder der Konsistenz liegen. Kinder sind sehr sensibel in der Wahrnehmung von Geschmack und Konsistenz. Sie lehnen vor allem den Geschmackseindruck "bitter" ab. Viele Erwachsene schmecken diese Komponente häufig nicht in dieser Heftigkeit. Biete also regelmäßige Mahlzeiten mit gesunden Speisen.Mit Beginn der Familienkost, bzw im 2. Lj sind ca 5 Mahlzeiten empfehlenswert. Davon 3 Hauptmahlzeiten und 2 ZMZ. Die Zwischenmahlzeiten dienen als Überbrückung zwischen Mahlzeiten. Sie dürfen mehr oder weniger sättigen. Je nach dem Kaloriengehalt der voran gegangenen Mahlzeit und je nach Aktivität, darf die ZMZ größer/kleiner oder kalorienärmer/kalorienreicher ausfallen. Achte jetzt vor allem auf Vielfalt und das Erlebnis der gemeinsamen Mahlzeiten. Der Forscherdrang ist in dieser Altersphase sehr ausgeprägt. Der Esstisch bietet eine große Spielwiese an Möglichkeiten, die alle Sinne anspricht: Farben für die Augen, Gerüche für die Nase, Aromen und Geschmack für den Gaumen, verschiedene Konsistenzen für den Tastsinn - vor allem dem Tastsinn im Mund. Der Fokus liegt ab jetzt besonders in der Vielfalt der Speisen - bei Geschmack und neuen Eindrücken, Gemeinsamkeit bei Tisch, Esskultur., das Erleben neuer und auch einmal aussergewöhnlicher Geschmackserlebnisse. Die Basis bleibt vorerst, solange ihn deine Tochter noch isst, der Brei, den sie noch verlässlich und gut isst. In der Woche sollten es ca 150g Fleisch sein. Fleischbrei eignet sich bspw auch als Brotbelag. Familienkost i.A. bedeutet: Vielfalt und Geschmack, Erlebnis bei Tisch, Familienkost mit Übergang zu gewöhnlichen Speisen. Mit Beginn des 2. Lj kann auf Kuhmilch (ca 300 ml am Tag inklusive aller Milchprodukte) als Trinkmilch aus einer Tasse gewechselt werden. Babys wachsen in den ersten Monaten sehr schnell. Nicht nur das Längenwachstum geht rasant, sondern die gesamte Entwicklung, wozu auch das Anlegen von "Fettreserven" zählt und das erfordert die Aufnahme großer Kalorienmengen = "Hunger". Mit etwa 10 Lm ist diese Phase in der Regel weitestgehend abgeschlossen, sodass nun weniger Nahrungsmengen ausreichen können. Ihr befindet euch gerade in einer Umbruchphase. Diese beginnt in der Regel um den 10. Lm herum. Jetzt treten neue Esssitten und Rituale treten an Stelle althergebrachter Gewohnheiten. Brei wird jetzt von vielen Babys abgelehnt und Alternativen müssen gefunden werden. Sie müssen neue Speisen langsam kennenlernen, neue Geschmackseindrücke sammeln, bewerten, neue Konsistenzen akzeptieren, kauen. Kleine Mengen reichen dafür aus. In Zeiten des Wachstums, das ist meist phasen- und schubweise, essen Babys und Kleinenkinder eine kurze Zeit häufig sehr viel und brauchen einfach kurzfristig mehr. Also dann Grüße B.Neumann
Elias-finn
Vielen dank sie haben mir sehr geholfen lg.
Ähnliche Fragen
Liebe Frau Neumann, vielen Dank für Ihre Entwarnung im Beitrag weiter unten (versehentlich Petersilienwurzel verwendet). Nachdem ich jetzt das ganze Wochenende so beunruhigt war und die meiste Zeit mit googlen verbracht habe, habe ich noch eine Frage und hoffe sehr, dass sie mich erneut ein bisschen beruhigen können. Ich koche seit Monaten Brei f ...
Hallo Frau Neumann, sollte diese Frage schon ein mal oder sehr ähnlich gestellt worden sein, tut es mir leid, aber als ich danach suchte, habe ich zumindest nichts gefunden, was meine Fragen beantworten könnte. Ich koche den Brei für mein Kind, das Ende des Monats den fünften Lebensmonat vollendet, selbst. Angefangen habe ich auf Raten meiner ...
Hallo Frau Neumann, ich bin mir unsicher, welches Öl ich zum Kochen und Backen verwenden darf, ich habe eine einjährige Tochter. Bisher habe ich raffiniertes Rapsöl verwendet, wobei es beim Anbraten doch recht schnell heiß wird. Jetzt habe ich ein bio Bratöl von dm entdeckt. Ein Olivenöl,das aus 90% raffiniertem und 10% nativem Olivenöl besteht. ...
Guten Tag, vielen Dank für die Möglichkeit, hier Fragen stellen zu können. Mein Kind ist mittlerweile 9 Monate alt. Grundsätzlich koche ich selbst, beim Mittagsbrei püriere ich die Zutaten und beim Abendbrei nutze ich aktuell Instant-Getreideflocken. Hierzu habe ich nun drei Fragen: 1.) Wie kann ich beim Mittagsbrei am besten anfangen, diesen s ...
Hallo, auf der Packung von Schmelzflocken wird stets angegeben, dass diese gekocht werden sollen. Ist dieses für meinen zwölfmonatigen Sohn notwendig? Ich frage mich das öfter, weil ich ansonsten die Schmelzflocken auch gern ganz einfach so in ein Fruchtmark einrühren würde. Ich freue mich sehr auf eine Antwort und bedanke mich schon einmal! ...
Liebe Frau Neumann, ich hoffe Sie können mir helfen. Mein Sohn ist 11 Monate alt und isst schon seit geraumer Zeit am Familientisch mit. Bis jetzt habe ich immer mit raffiniertem Olivenöl gekocht, da ich Angst hatte Natives Olivenöl zu erhitzen und die gesundheitlichen Folgen. Jetzt habe ich gelesen, dass man das ruhig machen kann (die Spanier ...
Hallo Frau Neumann, ich würde gerne wissen, was ich meinem Kind noch anbieten kann. Er ist 3, sehr aktiv und isst trotzdem sehr schlecht. Fast alles ist bäh und am liebsten nur Süßes. Das wollen wir natürlich nicht. Wir lassen ihn immer probieren, und bieten auch viel Unterschiedliches an. Er ist sehr schlank und sobald er mal krank ist, wird ...
Hallo Frau Neumann, Wir haben letzte Woche begonnen für unseren 6 Monate alten Sohn den Mittagsbrei selbst zu kochen und auch portionensweise in den Philips Avent Bechern einzufrieren. Jetzt haben wir schon 6 Portionen eingefroren... ich hab nicht darauf geachtet wie viele * unser Gefrierfach hat... Zudem habe ich jetzt mehrfach gelesen, ...
Guten Morgen, wieder wende ich mich an Sie mit einer Frage die mich beschäftigt. Ich habe seitdem meine Tochter am Familientisch mitisst, zu kaltgepressten Rapsöl gewechselt. Ganz am Anfang hab ich das Rapsöl von Hipp verwendet und jetzt das von dm Bio. Ich brate damit scharf an, koche und brate auch ganz normal. Nun habe ich gelesen, d ...
Hallo, meine Tochter (11 Monate) hat eine nachgewiesende Milcheiweissallergie. Gerne würde ich trotzdem ausgewogen und schmackhaft für sie kochen und backen. Ständig suche ich nach Rezepte (Waffeln, Mittagessen, Aufstriche, Snacks) und möchte ihr gerne so viele Geschmäcke anbieten. Nur werde ich leider ständig verunsichert. Der eine sagt di ...