Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, es tut mir Leid, wenn ich Sie wieder fragen muss, aber ich bin so dankbar für Ihre guten und ausführlichen Antworten. Im August hatte ich aufgrund des OAT-Syndrom meines Mannes die erste ICSI. Nach Stimulation mit Elonva 150 und Bemfola 150 über 3 Tage, ließen sich am Punktionstag nur 7 Eizellen punktieren (ich bin 38 und das AMH lag bei 1.16 im Februar).  Davon waren 6 befruchtet, an Tag 5 wurde eine Blastozyste "mittelgradigen Gradings" (eine genaue Klassifikation wurde nicht angegeben) transferiert. Die Tag 6 Blastozyste wurde eingefroren. Die anderen Eizellen sind nicht über das Morulastadium gewachsen. Leider war der SS-Test gestern negativ.  Nach Absetzen von Utrogest, begann gestern eine Schmierblutung heute trat die normale Periodenblutung auf und sehr starke Schmerzen, ähnlich wie nach der Punktion. Normalerweise habe ich nie solche Schmerzen, auch nicht nach der biochem. SS vor 3 Monaten nach IUI. Der letzte Ultraschall war am Transfertag am 19.8.  Ab übermorgen soll ich Progynova 21 2x tgl. nehmen, nä Sonotermin ust am 14.9. und dann soll im künstl. Zyklus die Blastozyste transferiert werden. Macht das für Sie Sinn? Die 6 Tage Blastozyste hat wahrscheinlich eine deutlich schlechtere Prognose als die 5 Tages Blastozyste. Der letzte Monat hat mich schon sehr mitgenommen. Wie stehen denn überhaupt die Chancen? Wir können uns auch nicht unendlich viele ICSIs leisten.  Und es kann ja auch sein, dass im nächsten Zyklus keine einzige  Blastozyste am Ende übrig ist. Dann wären alle Strapazen umsonst gewesen. Gibt es da Statistiken, wie die Chancen stehen?  Vor 4 Jahren haben wir nach spontaner SS einen Sohn bekommen, niemals hätten wir erwartet, dass es für das 2. Kind so schwierig wird. Ich habe immer eine gut aufgebaute Uterusschleimhaut gehabt und regelmässige spontane Eisprünge. Ich bin aktuell leider sehr entmutigt. Vielen vielen Dank und viele Grüße Johanna