Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Michael Radke:

Unverträglichkeit

Frage: Unverträglichkeit

lena567

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Sehr geehrter Prof. Dr. Radke. Ich habe eine Frage bzgl meines Sohnes, 2 Jahre. Theoretisch wäre es mit dem Essen und ihm sehr einfach, denn er mag und isst einfach alles. Nur leider verträgt er vieles nicht. Keine Kohlsorten (auch nicht Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi...), keine Hülsenfrüchte, kein ungebackenes Getreide (auch kein ganz fein gemalenes Müsli oder Porridge) Leider bleibt dadurch nicht viel Auswahl. Er bekommt Brot, beim Mittagessen Gemüsesorten wie Zucchini, Möhren, Paprika, Tomaten und alles an Obst. Auf Milchprodukte jeglicher Art , sowie Fleisch ist er ganz wild. Nur zu viel Milchprodukte darf er nicht und bei zu viel Fleisch bekommt er auch Probleme. Auf all diese Sachen reagiert er mit nächtlichen, schmerzhaften Blähungen, welche ihm (und mir) den Schlaf rauben. Sonstige Verdauungsprobleme hat er aber nicht (kein Durchfall, Erbrechen oder Verstopfung). Sollte das mal ärztlich abgeklärt werden oder ist es in Ordnung, dass er auf diese Lebensmittelgruppen so reagiert? Wir ernähren uns sonst sehr gesund. Kein Weißmehl, nur Vollkorn, kein Zucker, salzarm. Wozu mir dazu noch einfällt, wenn wir abends bspw. mal grillen und er Würstchen isst, oder wir mal eine Pizza abends bestellen, wacht er nachts mehrmals auf und trinkt große Mengen Wasser. Also abends darf er nach Möglichkeit kein Salz zu sich nehmen. Ist das alles noch normal? Ich mache mir auch Sorgen, da er ziemlich viel Brot isst. Mir fällt zum Frühstück und Abendessen auch keine Alternative ein (er liebt Müsli, bekommt aber Bauchweh davon). Rohkost bekommt er zusätzlich zum Brot, aber das sättigt ja auch nicht so sehr. Heute hat er 8 Scheiben Brot gegessen (je 4 zum Frühstück und 4 zum Abendessen)... Ich freue mich über Ihre Antwort. Viele Grüße Lena


Prof. Dr. med. Michael Radke

Prof. Dr. med. Michael Radke

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Ich konzentriere mich bei meiner Antwort auf Ihre Fragen: Sollte das mal ärztlich abgeklärt werden oder ist es in Ordnung, dass er auf diese Lebensmittelgruppen so reagiert? Diese Frage ist eindeutig mit Ja zu beantworten. Es muß geklärt werden, ob wirklich eine Unverträglichkeit in diesem Umfang vorliegt (was ich bezweifle) oder ob es sich um ein Phänomen zur Akzeptanz des Nahrungsangebots handelt. Wenden Sie sich dazu am besten an einen Kindergastroentererologen. Sie finden einen mit Hilfe Ihres Kinderarztes oder unter www.gpge.de


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