Ani85
Guten Tag Herr Dr. Enninger, unser Sohn ist nun 2 3/4 Jahre alt und isst sehr schlecht. Inzwischen isst er nur noch Kartoffeln (am liebsten nur Püree), Nudeln und evtl. noch Reis. Immer ohne Soße, einfach trocken. Brot etc. immer nur mit Margarine oder Frischkäse. Gemüse gar nicht. Fleisch gar nicht. Getrunken wird nur stilles Wasser. Apfel geht manchmal mit viel Überredung, Apfelmus nimmt er öfter mal an. Obst-/Getreideriegel gehen auch. Das war's aber. Früher hat er auch zumindest Tomatensoße gegessen, Bratwurst und mal Weintrauben, Banane. Es wird immer eingeschränkter. Sein Gewicht ist sehr gut, eher etwas zu hoch. Aber durch diese einseitige Ernährung hat er auch Probleme mit dem Stuhlgang. Weil es nur nach Tagen und mit quälen ging, bekommt er nun seit Ende Oktober täglich 1-1,5 Beutel Laxbene. Nehme ich weniger, hat er an dem darauffolgenden Tag wieder keinen Stuhlgang. Dies geht ja aber nur 3 Monate und ist an sich ja keine Dauerlösung. (Empfehlung kam vom Kinderarzt) Als Baby hat er nur Gläschen akzeptiert und auch nur die ganz fein pürierten ab 5. Monat. Es hat sehr lange gedauert, bis er unser Essen gegessen hat. In der Krippe isst er ebenso wie zu Hause und verweigert anderes. Wir essen normal mit ihm am Tisch und versuchen ihn zu überreden, bieten an, aber zwingen ihn nicht. Ich weiß nicht mehr weiter, zumal es nicht besser sondern schlechter wird. Wie können wir uns verhalten, damit es besser wird? Ich bin verzweifelt, gerade auch wegen der Verstopfung. Vielen Dank für Ihre Anregungen!
Grundsätzlich sagt die Leitlinie zur Behandlung der Verstopfung, dass die Behandlung mindestens 6 Monate betragen soll. Das PEG soll den Stuhl so weich machen, dass Ihr Kind keine Schmerzen bei der Stuhlentleerung hat und dieses über einen längeren Zeitraum lernt. Deswegen sind zu schnelle Versuche es zu beenden kontraproduktiv, genauso wie Versuche es "mal wegzulassen". Die Behandlung braucht Geduld und oft ist es so, dass zu dem Zeitpunkt, wo die Kinder auf Windeln verzichten möchten, man ein Stuhltraining (Erlernen des gastrokolischen Reflexes!) für 3 x 5 Minuten nach den Hauptmahlzeiten machen kann. Bezüglich des Essens rate ich zu "liebevoller Hartnäckigkeit". Offenbar ermuntern sie ihn ja während des Essens und es hat keinen Effekt. Sie machen ihm ein freundliches Angebot und er kann es annehmen. Aus Angst, dass er verhungert nur noch das anzubieten, was er akzeptiert, ist aber keine gute Strategie. Sie entscheiden was es zu essen gibt, Ihr Sohn, wieviel er davon ißt. Die Nahrungsmittelauswahl treffen die Erwachsenen, das ist keine Entscheidung für ein Kleinkind. Es darf ja auch nicht frei entscheiden bei "rot" über die Ampel zu laufen, wenn Sie den etwas drastischen Vergleich erlauben. Gemeinsame Mahlzeiten sind super, ich würde aber versuchen die Emotionen aus der Mahlzeit zu nehmen und für "gutes" Essen nicht loben und für "wenig" auch nicht schimpfen. Wichtig ist aber, dass Sie nicht vor lauter Sorge er könne verhungern ihm nach den gemeinsamen Mahlzeiten Essen oder kalorienreiche Getränke anbieten. Er darf schon lernen, dass es einen Unterschied zwischen Hunger und Nicht-Hunger und Durst und Nicht-Durst gibt. Das ist manchmal ein mühsamer Lernprozess, aber am Ende lohnt es sich sehr.
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