Bombel3
Sehr geehrter Prof. Dr. Wirth, vielen Dank für Ihre zahlreichen Beiträge zum Thema Blut im Stuhl von Babies. Ich möchte Ihnen unsere Situation beschreiben und ein paar Fragen stellen, die bei mir nach der Lektüre ihrer Antworten noch bleiben. Seit Mitte Juli zeigt sich regelmäßig Blut im Stuhl meines voll gestillten März-Babies. Unser Kinderarzt überwies uns ins Krankenhaus um Schlimmeres auszuschließen. Es wurde eine Ultraschalluntersuchung des Bauches vorgenommen und das Blut untersucht. Nachdem beides unauffällig war, wurde das Blut im Stuhl auf die Rota-Virenimpfung geschoben und wir wurden entlassen. Der Blutige Stuhlgang blieb. Nach eigenen Recherchen und Rücksprache mit dem Kinderarzt ließ ich sämtliche Milchprodukte aus, was aus meiner subjektiven Sicht zu einer leichten Verbesserung führte. Aus den kleinen Blutschlieren sind meistens winzige Blutpunktpunkte geworden, die nur bei genauer Suche zu sehen waren. Ein Allergietest auf die gängigen Allergene ist negativ ausgefallen. Seit fast zwei Wochen bekommt der Kleine Beikost, zuerst nur Gemüse und seit letztem Donnerstag auch Kartoffel. Seit die Kartoffel dabei ist, habe ich kein Blut mehr in der Windel entdecken können. Ich hoffe sehr das bleibt so. Jetzt meine Fragen: Ich nehme weiterhin keine Milchprodukte zu mir und gehe nach dem Lesen Ihrer Beiträge davon aus, dass ich diese Auslassdiät beenden kann? Ich würde gerne zeitnah mit dem Abendbrei starten. Normalerweise ist ein Milch-Getreide-Brei vorgesehen. Soll die Milch vorerst ausgelassen und ein reiner Getreidebrei gefüttert werden? Wenn nicht, kann ich normale Pre-Nahrung bzw. Kuhmilch verwenden, oder muss mein Baby eine besondere Milch-Nahrung bekommen? Getreide kann auch Allergien auslösen. Gibt es hier eine bevorzugte Sorte, die ich meinem Baby anbieten sollte? Gibt es etwas zu beachten? Ist durch das Auftreten der (selbst diagnostizierten) Muttermilch-assoziierten Colitis die Wahrscheinlichkeit für Unverträglichkeiten größer? Gibt es etwas was ich beachten sollte? Oder muss ich ggfs. sogar Notfallmedikamente griffbereit haben? Herzlichen Dank für Ihren Einsatz und die Unterstützung, die Sie hier bieten. Freundliche Grüße, Bombel3
Meiner Erfahrung nach kann man ganz normal ernähren und die Diät bei Ihnen hilft sowieso nichts. Es gibt ja keinen Beweis, dass es an der Kuhmilch liegt. Ich würde einfach mit dem Beikostaufbau weitermachen und ich bin mir ziemlich sicher, dass keine weiteren Komplikationen auftreten. Gruss S. Wirth
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