Karolein
Hallo. Unser Kind ist (fast auf den Tag genau) 6 Monate alt und wird gemäß WHO Vorgaben noch voll gestillt. Anfang Dezember hatte sie erstmals Blutfäden im Stuhl, dies normalisierte sich jedoch wieder. Bis vor 2 Wochen hatte sie 1-2x senfgelben Stuhl. Nun hat sie seit 2 Wochen 4-9x Stuhlgang, dieser ist dann meist schleimig und grün, seit einer Woche auch immer wieder mit Blutfäden durchsetzt (oft sind die ersten 2 Windeln frei davon und die nachfolgenden dann eben blutig). Eine Stuhlprobe wurde entnommen, diese wies sehr hohe Entzündungswerte (um die 2000) auf. Unserem Kind geht es abgesehen davon blendend, es ist zeitgerecht entwickelt, wächst und gedeiht. Es zeigt keinerlei Anzeichen für Schmerzen o.ä. Zumindest eine Milcheiweiß sowie Hühnereiweiß-Allergie kann ausgeschlossen werden, da ich mich vegan ernähre. Unser Kinderarzt hielt Rücksprache mit einem Kindergastroenterologen, der in der kommenden Woche eine Darmspiegelung durchführen möchte. Nachdem ich hier im Forum gelesen habe, bin ich unschlüssig ob diese drastische Untersuchung wirklich erfolgen muss? Können Sie hier eine Einschätzung geben?
Das Kind hat eine muttermilch-assoziierte Colitis. Möglicherweise kennen das die Kollegen nicht. Hier gibt es einige Beiträge dazu. Eine Darmspiegelung ist völlig überflüssig. Starten Sie mit Beikost und dann wird sich das Thema mit höchster Wahrscheinlichkeit erledigen. Es ist mit 6 Monaten auch jezt Zeit, damit anzufangen. Wenn eine Milchmahlzeit ersetzt ist, etwa ein Gläschen pro Tag, wird es aufhören. Wichtig in dieser Beurteilung ist das normale Gedeihen. Gruss S. Wirth
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