Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Michael Radke:

An gesunde Ernährung gewöhnen

Frage: An gesunde Ernährung gewöhnen

Bine.30

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Lieber Her Prof. Radtke, Zuerst einmal vielen Dank für Ihre tollen Tipps zur Ernährung unseres Babys, das war sehr hilfreich! Heute habe ich eine Frage zu meiner sechsjährigen Tochter. Da sie von klein auf hochallergisch auf Spuren von Nüssen ist (Mit Notfallmedikamenten), haben wir ihr immer nur sichere (= nussfrei) Lebensmittel gegeben. In der Schulung wurde uns geraten, ihr immer Naschereien mitzugeben, damit sie nicht neidisch auf andere Kinder wird und von deren Essen nascht ( Gefahr eines anaphylaktischen Schocks). Das hat aber dazu geführt, dass sie nachmittags eigentlich nur ungesunde Dinge wie Toast, Gummibärchen, Wackelpuddung usw. isst. Mittags mag sie kein Obst und Gemüse und isst dann nur Fleisch und Beilagen. Sie isst im kiga und bei Spielfreunden nur was sie mag oder im zweifel nichts. Mein Mann und ich ernähren uns sehr gesund und leben ihr das vor. Reicht es, darauf zu vertrauen, dass sie sich das irgendwann abschaut? Aufgrund ihrer Erkrankung und da sie häufig außerhalb isst, scheuen wir uns davor, ihr zuhause nur noch rosenkohl und karottensticks anzubieten. Wir haben auch schon versucht, die regel einzuführen, dass von allem probiert werden muss. Aber ehrlich gesagt, möchte ich beim familienessen lieber darüber sprechen, wie der tag war, als die erbsenanzahl zu kontrollieren und zu strafen. Neuerdings isst sie gerne die obstgläschen ihrer babyschwester. Spricht dort etwas dagegen? Haben Sie ein paar Tipps, wie wir trotz der Erkrankung und unter Wahrung des Familienfriedens zu etwas gesünderer Ernährung kommen können? Die dreijährige Schwester isst übrigens sehr gerne Obst und Gemüse. Vielen Dank.


Prof. Dr. med. Michael Radke

Prof. Dr. med. Michael Radke

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Gegen Obstgläschen spricht nichts. Sie sollten allerdings eine mit einem Kinderallergologen abgestimmte Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, der Ihnen diese Kontakte vorschlagen sollte. Ansonsten ist "wählerisches" Eßverhalten eher ein pädagogisches als ein medizinisches Problem. Vielleicht lassen Sie es einmal darauf ankommen, und lassen Ihr Kind "hungern", wenn es das Angebotene nicht essen will. Da könnte auch ein Psychologe helfen.


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