Moonmoth
Guten Tag, meine Tochter ist 8 Monate alt und wird noch fast voll gestillt. Grundsätzlich zeigte sie bereits mit 5,5 Monaten Interesse am Essen. Wir haben dann mit Gemüsebrei begonnen aber sie hat bei jedem Löffel gewürgt. Wir haben dann eine Pause gemacht und nach einer Weile einen neuen Versuch gestartet. Wir hatten jetzt zwei Wochen, da hat sie für ihre Verhältnisse gut gegessen: Mittags 1/3 Gläschen, Abends ca. 50-70g Milchgetreidebrei. Seit ein paar Tagen nun geht wieder gar nichts. Sobald der Löffel nur im Mund landet (ich lasse sie selbst den Kopf und Mund Richtung Löffel bewegen und stopfe nicht den Löffel einfach rein) fängt sie schon an zu würgen oder (neues Spiel) sie prustet mit alles entgegen. Teilweise wird sie auch wütend, haut den Löffel weg und ist erst zufrieden wenn sie vom Hochstuhl runter darf. (Füttern auf dem Schoß klappt überhaupt nicht) Wir haben bislang Mittagsgläschen (feinpüriert oder stückiger), Milchgetreidebrei, Obstbrei, Hirsekringel, Brot, Obst als Fingerfood etc. probiert. Mit Fingerfood matscht sie gern, aber auch dort schüttelt sie sich schnell, würgt oder prustet alles raus. Brot oder Hirsekringel beißt sie ab und kaut, würgt aber oft sobald das ganze dann eine breiige Konsistenz hat. Falls das wichtig sein sollte: sie stillt seit Geburt total problemlos. Sie ist motorisch sehr fit, ist früh gekrabbelt, sitzt frei, zieht sich schon länger hoch und möchte am liebsten den ganzen Tag auf Entdeckungsreise sein. Sie hat 5 Zähne, mit 4 Monaten kamen die ersten, sie hat sich früh Hände und Spielzeug in den Mund gestopft und würgt dabei nicht. Ist das noch normal? Sollen wir so weitermachen und hoffen, dass es mit der Zeit mehr wird, was sie isst? Ist das zu wenig Beikost? Haben sie einen Tipp was wir noch machen können?
Ganz einfach: Ihr Kind will herausfinden, wer der "Boss" zu Hause ist. Stillen ist ja auch viel angenehmer. Sie müßten wohl mit mütterliche Liebe und Konseqenz eine Stillmahlzeit durch einen Gemüse-Fleisch-Brei ersetzen - und zwar im Hochstuhl o.a., keineswegs am Ort des Wunsches Ihres Kindes. Protest werden Sie aushalten müssen. Ein gravierendes Problem, schon gar kein medizinisches, ist das jedenfalls nicht. Sie schaffen das!
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