Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, seit mein Sohn abgestillt ist (mit etwa einem Jahr) gehe ich 1x pro Woche zum Arbeiten. Wir haben langsam angefangen, mit 3-4 Stunden, in der Zeit wird er vom Vater betreut. Nun ist er fast zwei, und ich gehe auch mal 5-6 Stunden o. 2 Tage arbeiten. Wenn ich zurückkomme, kommt es oft vor, dass mein Sohn ausflippt, mich schlägt, kreischt, heult etc. Ich verabschiede mich immer, meist gehen er und mein Mann zeitgleich spazieren/Großeltern besuchen. Er wehrt sich dann auch extrem wenn ich ihn in den Arm nehmen möchte. Er ist allein mit Papa auch sehr brav, bei mir kommt eher mal ein Wutanfall o.ä. vor. Sind wir beide da, hängt er sehr an mir, ich darf den Raum kaum verlassen, er ist viel weinerlicher. Ich finde das nicht schlimm, mein Mann jedoch meint, dass ich bei der Erziehung etwas falsch mache, ihn zuviel tröste/auf den Arm nehme. Er ist der Strengere von uns und wird auch öfter mal laut, reagiert genervt wenn der Kleine so an mir hängt. Kann es daran liegen?
Hallo, zunächst einmal ist festzustellen, dass Ihr Sohn die Trennung von Ihnen ganz offensichtlich schlecht verträgt. Er regiert bei der Widerbegenung nicht entspannt und glücklich, sondern lässt seinen ganzen Ärger heraus und straft Sie ab. Die Loslösung über den Vater ist wahrscheinlich zu früh intensiviert worden, und bei dem strengen Verhalten Ihres Mannes findet Ihr Sohn auch keinen adäquaten Mutterersatz in ihm. So kann er in seiner Gegenwart seine Wut über Ihr Fortgehen nicht loswerden und staut sie bis zu Ihrer Rückkehr an. Verständlicherweise erscheint er bei seinem Vater lieb. Aber das sieht nur so aus. In Wahrheit vermisst er seine Mutter und kommt in der Loslösung nicht recht voran. Die Folge ist eine erschwerte Loslösung mit reichlich Aggression auf die Mutter. Die Schlussfolgerung lautet, Ihr Mann muss sich sanfter, verständnisvoller und einfühlsamer seinem Sohn gegenüber zeigen, damit dieser in der Loslösung besser voran kommt und mit zunehmender Selbstständigkeit das Fortsein seiner Mutter besser ertragen kann. Viele Grüße
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Auf Grund einer schweren Erkrankung werde ich vier Wochen von meinen Kindern (6 Monate und 4 Jahre) getrennt sein müssen. Ich erhalte eine Leukämie Behandlung und meine Kindern werden mich wegen Isolation nicht besuchen können. Omas und Papa werden sich kümmern. Mama ist aber Mama. Der Große ist 4 aber total auf mich fixiert. Wir waren noch nie l ...
Sehr geehrte Frau Henkes, Danke für Ihre so fundierte Arbeit hier! Die Situation: ich werde für 4 Wochen von meinem dann 8-9 Monate altem Kind räumlich getrennt sein müssen. Dieser Umstand ist leider alternativlos und zu meinem größten Bedauern unumgänglich. Das Kind ist eng an den Papa gebunden (Aufsteh- und Bettgehritual, Flasche gebe ...
Hallo :) Die Frage bezieht sich auf unser 4. Kind (im August 25 2 Jahre). Seit März geht sie in die Krippe. Davor war Fremdbetreuung durch Großeltern nur bedingt möglich. Es musste immer eines der Geschwister dabei sein. Bei Papa ist es kein Problem. Seit März geht sie in die Krippe. Eingewöhnung lief schleppend aber mit Erfolg. Hatten dann ...
Sehr geehrte Frau Henkes, ich habe Fragen zu meinem Sohn (2,5 Jahre), ob er die Trennung vom Kindsvater (KV) und den Umzug gut verkraftet hat. Als wir noch zusammengewohont hatten, war der KV eher ein passiver Mitbewohner, der sich kaum um unseren Sohn gekümmert hat. Ich hatte 99,9 % aller Aufgaben übernommen, die unser Kind betrafen. Der KV ...
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