Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Wie Angst abbauen?

Frage: Wie Angst abbauen?

Sunny1976

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Guten Morgen Herr Dr. Posth, Unsere Tochter (14 Monate) war 5 Monate ein sog. Schreibaby. Auch nach dieser Zeit ist sie bis heute schnell am Schreien und sehr ängstlich. Wann das Fremdeln angefangen hatte können wir nicht mal sagen, da sie schon immer allem Fremden ggü. so war. Sie ist Einzelkind. Mir wird immer öfter gesagt, sie bräuche Kinder umsich um sich besser anzupassen. Nur ist es so, gehe ich in das Babyschwimmen, zu Müttertreffen etc. Gibts Geschrei. Würde es ihr helfen sie langsam an die Kita einzugwöhnen? Kann diese extreme Angst mit der Geburt zusammen hängen? Ich hatte leider eine Panikattacke. Besten Dank für Ihre Antwort. Freundliche Grüsse S.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, mit der zu frühen Konfrontation Ihrer Tochter mit einer größeren Gruppe von Kindern könnten sie die Angst sogar noch vergrößern und regelrechte Sozialangst erzeugen. Nein, für solche Kinder müssen die Entwicklungssschritte in der Sozialisation besonders sorgsam eingehalten werden. Das sehen Sie schon am Scheitern beim BabySchwimmen und Müttertreffen. Aber die Isolation hilft diesen Kindern auch nicht. Ein wohl dosiertes Maß an Kinderkontakten über kürzere Zeiträume und nicht gleich jeden Tag helfen am besten. Voraussetzung ist, dass zunächst immer die primäre Bezugsperson, also sie als Mutter, dabei bleibt. Ihre Tochter braucht Sie als sichere Basis für ihr Auskundschaften. Dafür sitzt sie auch gerne auf Ihrem Schoß und betrachtet erst einmal das Geschehen von sicherer Warte. Angst ist auch ein angeborenes Phänomen. Veranlagung spielt ein nicht unerhebliche Rolle. Ihre Angst unter der Geburt hat sicher nicht ausgereicht, die Grundeinstellung Ihrer Tochter in richtung Angst zu beeinflussen. Viele Grüße PS. siehe gezielter Suchlauf unter "Angst als Veranlagung".


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