sonkiss
Sehr geehr. H. Dr.Posth, könnten Sie mir bitte das Verhalten meines Sohnes (15M.; forumsgerecht) erklären: in fremder Umgeb. erkundigt er (nach kurzer Eingewöhnungsz.) das Umfeld. Bleibt nicht immer in Sichtkontakt. Ich könnte weggehen, ohne dass er es bemerken würde. Zuhause klammert er, ich kann keinen Schritt machen ohne ihn. Er will immer auf den Arm. Setzte ich mich mit ihm, dauert es nicht lange und er krabbelt hinunter und spielt. Sobald ich mich aber wieder wegbewege, geht das Klammern wieder los. Ihn alleine im Raum lassen klappt auch nicht, er kommt sofort hinterher. Müsste er das in seinem Alter können? Ein herzliches Dankeschön!
Hallo, Ihr Sohn befindet sich mit seiner Entwicklung am Beginn der LOslösung. Dazu gehört es, außer der HInwendung des Kindes zum Vater, dass es anfängt, die Welt um sich herum zu erkunden (explorieren). Ist der Reiz der Neugier auf das, was zu erwarten ist, sehr groß, vergisst eine Kind auch schon mal seine Absicherung zur Mutter ("sichere Basis"). Zu Hause stimmen dann aber die Mechanismen wieder und Ausschwärmen in die Umgebung und Rückzug in die sicheren Arme der Mutter wechseln sich je nach Erfahrung, Laune und Stimmungslage ab. "Vergisst" Ihr Sohn also seine Absicherungen zur Bindungsperson, dann muss Sie auf ihn aufpassen, dass ihm nichts passiert und er nicht plötzlich eine Schock bekommt, weil Sie nicht mehr da sind. Viele Grüße
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