Clea
Lieber Dr. Posth, Sohn (2,5). Vorgesch.: Geb. 32. SSW nach schwerer Präeklampsie (1400g). Gut erholt. Bayley-Test mit 2. überdurchschnittl. Aussage Psychol: Tendenz zu Hochbeg. (Erkennt alle Großbuchst., viele Zahlen, erste Schreibversuche, kennt seltene Automarken/Tiere, rechts/links.) Zweisprachig. Wir fallen in Gruppen öfter auf. Ist sehr aktiv, kann sich aber sehr gut konzentrieren, wenn etwas interessant für ihn (Puzzle, Naturbuch). Starker Wille. Vor einiger Zeit hat er mich immer weggeschickt. Bspw. wenn ich ihn in der Kita abholen wollte od. im gemeinsamen Turnen waren. Er sagte dann „Du, geh weg!“ und schubste mich. Alle irritiert und ich wusste nicht wie umgehen. Das hat sich jetzt gelegt. Dafür fragt er immer wieder daheim „Mama, bist du da?“ (Hat nie gefremdelt. Kita-Eingewöhnung problemlos) Warum verhält er sich so? Wie kann ich damit umgehen? Besonderer Umgang wegen Begabung notw.? Förderung? LG, Clea
Liebe Clea, das Verhalten Ihres Sohnes kann auf verschiedene Weise erklärt werden. Diese Erklärungen berühren immer den Bindungsstatus. Aber es ist für mich schlecht möglich, aus den wenigen Informationen, die Sie mir geben, etwas Verlässliches abzuleiten. Die Frage des Bindungsstatus schließt die Frage nach der Loslösung (s. gezielter Suchlauf) mit ein. Das Problem wird dadurch erschwert, dass es sich bei Ihrem Sohn um ein ehemaliges Frühgeborenes handelt. Wie lange befand sich Ihr Sohn im Inkubator? Durften Sie ihn tragen in der Zeit (Känguruh-Prinzip)? Was mussten Sie im ersten Lebensjahr mit ihm an Therapien durchführen? Wie viel und wie lange musste Ihr Sohn schreien? Also es gäbe viel zu fragen und zu besprechen. Gibt es da, wo Sie wohnen, jemanden, der sich mit solchen Dingen auskennt und der Sie beraten könnte (z.B. Beratungsstelle für Erziehungsfragen Kinderpsychologe/in)? Über das Internet wird es sehr schwierig. Viele Grüße
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