Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Vatermonate in Elternzeit - Bezugsperson?

Frage: Vatermonate in Elternzeit - Bezugsperson?

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Lieber Dr Posth, mein Sohn ist jetzt fast 9 Monate alt. Er ist bisher ein sehr aufgeschlossenes und lustiges Kind. Er fremdelt kaum (ist nur wachsam, wenn er in einer fremden Umgebung ist) und ist auch viel mit mir unterwegs gewesen, da ich Studentin bin und auch im letzten Semester ein paar Veranstaltungen besuchen konnte. Das heißt mitunter, dass es bei uns keinen sehr geregelten Tagesablauf gibt. Ich versuche aber, kleine Rituale des Alltags zu pflegen, dass der Kleine halt findet. In November wird Georg 1 Jahr alt und mein Mann hat dann seine beiden Vatermonate. Er freut sich schon sehr darauf, er ist ein engagierter und liebevoller Papa, der sehr viel mit Georg macht. Ich würde die zwei Monate gerne nützen, um einige Stunden am Tag in der Uni zu lernen. Allerdings will ich durch einen plötzlichen Betreuerwechsel nicht die gute Entwicklung vom unseren Sohn gefährden. Haben Sie einen guten Rat, wie wir die Monate am besten gestalten können, dass Georg nicht darunter leidet? Danke!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, wie Sie richtig erkennen, ist die Regelung mit den 2 Vatermonaten sozialpolitisch zwar gut gedacht, entwicklungspsychologisch aber eher ein Schuss in den Ofen. Trotzdem müssen jetzt alle Eltern erst einmal damit klar kommen. Sie können den Übergang Ihrem Sohn nur dadurch vereinfachen, indem sich der Vater auch vorher schon recht intnsiv um seinen Sohn kümmert und damit bevozugte Ersatzbezugsperson ist. Dadurch hat er dann eindeutig Vorteile bei der Übernahme der Hauptbetreuung, zumal der Zeitpunkt ja am Anfang der Loslösung steht. Vor allem auch bei der Basisversorgung sollte Ihr Mann aktiv sein. Viele Grüße


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