Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Dr. Posth! Ich habe mehrere fragen an Sie. Unsere derzeitige Situation ist folgende: unser Sohn (15 monate) wird noch gestillt und schläft in unserem bett. Wir haben zwar sein kinderbett dicht an unserem bett stehen und haben eine seite abmontiert, so dass es eine art „balkone“ entstanden ist, meisten liegt Maxim jedoch bei uns im bett. Nun möchte ich Maxim nachts abstillen (tagsüber möchte ich ihn gerne weiterstillen) und versuchen ihm das schlafen im eigenen bett beizubringen. Jetzt kommen die fragen: 1. wir werden in 3 wochen umziehen. Da wir Maxim sein eigenes zimmer bekommen. Halten Sie es für angebracht die veränderungen gleichzeitig mit dem umzug durchzuführen oder ist der umzug an sich schon eine herausforderung genug? 2. Wäre es ratsam, Maxim nachts in seinem zimmer schlafen zu lassen? Ich habe bei Ihnen im forum gelesen, Sie halten es noch zu früh – warum? (Die frage kommt von meinem mann)
liebe Ludmilla, das Thema nächtliche Brustentwöhnung ist hier im Forum etliche Male diskutiert worden. Wenn es spät einsetzt, wie auch in Ihrem Fall, ist es immer ein schwerer Angang. Es gibt keine ideale Lösung mehr (auch wenn die Verfechterinnen des Langzeitstillens das in Abrede stellen). Fast immer ist die Entwöhnung schmerzhaft für das Kind, aber es geht nur über den totalen Entzug in der Nacht mit Beruhigungsmaßnahmen auf andere Weise. Der Vater sollte helfen, wenn es das Kind akzeptiert. Herumtragen, Schaukeln, Schnuller geben, Ablenken, leise Musik einschalten und anderes sollten versucht werden. Manchmal hilft ein T-Schirt mit Muttergeruch als Kuscheltuch. In der Regel dauert es zwei bis drei Nächte, dann akzeptiert das Kind die neue Situation. Tagsüber könnte man tatsächlich weiter stillen. Einen Umzug gleichzeitig vorzunehmen halte ich für falsch und für ein eigenes Zimmer ist es aus Gründen des noch nicht vollständig erworbenen Selbstgefühls zu früh. Brustentwöhnung, Veränderung des vertrauten Lebensraumes und Alleinsein in der Nacht, das schafft kein Kind ohne Probleme. Sie müssen die einzelnen Schritte weit auseinanderziehen. Viel Glück und viele Grüße
Mitglied inaktiv
3. Wenn er doch weiterhin bei uns schlafen sollte, stelle ich es mir ziemlich schwer vor, ihm nachts keine brust zu geben. Denn wir haben es schon einmal versucht, dass mein mann sich neben ihm gelegt hat und hat versucht, ihn zu beruhigen. Das ging überhaupt nicht, weil Maxim scheint zu spüren, dass ich auch im zimmer bin. Soll ich mit für die zeit des abstillens ausquartieren oder vielleicht haben Sie andere vorschläge? 4. Würde es überhaupt gehen, nachts keine brust zu geben und tagsüber weiterhin zu stillen?
Mitglied inaktiv
Oder wird mein kind dadurch nur verwirrt? Wird der nächtliche brustentzug irgendwelche nachwirkungen haben? Ich mache mir wirklich grosse sorgen, dass ich dadurch meinem sohn schade. Aber ich bin manchmal so müde vom nächtlichen stillen. Es ist ja nicht nur ein oder zwei mal in der nacht, sondern bis zu 6 mal. Es sind sehr viele fragen, aber Ihre meinung ist uns sehr wichtig. vielen dank für Ihre mühe im voraus liebe grüsse ludmilla & maxim
Mitglied inaktiv
Hallo Ludmilla, ich habe schon von etlichen Frauen gehört, die nachts abgestillt haben, tagsüber aber nicht. Manchmal geht das wohl problemlos, manchmal ist es schwieriger - jedes Kind ist anders. Eine Menge an Erfahrungen kannst du hier finden: http://de.groups.yahoo.com/group/langzeitstillen Es gibt auch von der AFS ein Heft zum Thema "Schlaf", da sind auch viele Erfahrungsberichte drin (Heft Dez. 2002). LG Cordula
Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, Ihre Ratschläge gefallen mir gut, aber erlauben Sie mir dennoch eine Anmerkung: Die nächtliche Brustentwöhnung ist dann nicht schmerzhaft für das Kind, wenn sie vom Kind selbst ausgeht! Irgendwann geschieht das bei _jedem_ Kind, allerdings kann man den Zeitpunkt nicht voraussagen. Und man kann sicherlich auch nicht von jeder Mutter verlangen, solange zu warten. Dennoch wollte ich auf diese Möglichkeit hinweisen. Herzliche Grüße Cordula
Liebe Cordula, sie haben natürlich Recht, daß es auch diese Möglichkeit gibt. Sie ist selbstverständlich die beste. Aber die bekomme ich in der Regel nicht mit, denn an mich wenden sich die Mütter ja nur dann, wenn es Probleme gibt. Viele Grüße
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