Mitglied inaktiv
Hallo, mein Sohn ist 2 1/4 und benimmt sich seit einiger Zeit unmöglich. Ich bin mir unsicher ob das wohl die Trotzphase ist. Er hat eigendlich selten die klassischen Wutanfälle, sondern geht eher beledigt weg, wenn ihm etwas nicht passt. Vor allem auffällig ist sein "oppositionelles" Verhalten: jedes Anziehen, ins Auto klettern ... dauert ewig, weil er sich total verweigert. Er hört fast nie und macht oft das Gegenteil. Wenn er keine Aufmerksamkeit bekommt macht er mit Absicht Quatsch. Zum Teil habe ich das Gefühl, dass er mich ablehnt (will nicht auf den Arm, will nicht getröstet werden, möchte keinen Gute-Nacht-Kuss). Er war ein unkompliziertes Baby, macht viel mit seinem Papa, ich versuche seinen Bedürfnissen zu entsprechen (bei uns schlafen usw.) und möglichst verständnisvoll zu reagieren. Seit er 4 Monate ist wird er 1x pro Woche fremdbetreut (ohne prob.). Ist sein Verhalten Trotz? Wie reagiere ich richtig auf dieses "Verweigern"? Grüße
Stichwort: Trotz Hallo, unter Trotzverhalten stellt man sich gewöhnlich ein schreiendes, sich auf den Boden wälzendes Kleinkind vor. Aber das ist nur das Klischee. Es gibt alle möglichen Spielarten des Trotzens von ganz schwachen Reaktionen wie nicht hinhören, schmollen, mit dem Fuß aufstampfen oder sich weinend in die Ecke verziehen und nichts tun. Auf der anderen Seite gibt es den aggressiv verstärkten Trotz mit Umherwerfen von Gegenständen, Schlagen des vermeintlichen Aggressors oder Luftanhalten bis zur Ohnmacht. Sinn und Zweck des Trotzens ist immer das Bedürfnis, den eigenen Willen durchzusetzen. Gelingt das nicht, fühlt sich das Kind mißachtet und fürchtet, wertvolle Selbstanteile zu verlieren. Entsprechend groß ist die Wut. Mit der Zeit läßt normalerweise das Trotzen nach und macht einer Verständigung mit Worten Platz. Dann wird es Zeit, daß man mit seinem Kind "verhandelt" und Methoden eines irgendwie gerechten Ausgleichs der jeweiligen Ansprüche entwickelt. Das einzuüben ist absolute Elternpflicht. Wenn irgendwann konsequentes Verhalten auf Elternseite von entscheidender Bedeutung und Wirkung ist, dann jetzt. Denn, was in der Familie hier gelernt wird, ist die Basis für die ganze weitere Auseinandersetzung zwischen Kindern, die später Jugendliche sind, und den Eltern. Man kann also dieses "Verhandlungsritual" nicht sorgfältig genug einstudieren. Spätestens in der Pubertät ihrer Kinder, wissen alle Eltern, warum das so wichtig für den Erhalt eines harmonischen Familienlebens ist. Viele Grüße
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