Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, unser Sohn Ben ist 32 Monate alt und hat sich nach seiner Frühgeburtlichkeit (33.SSW) gut entwickelt. Sein Papa war die esten 9 Monate mit ihm zuhause u. hat dann einen sehr stundenaufwendigen Job gemacht, war also nur morgens (hat ihn in d. Kita gebracht), Sa-nachmittags u. Sonntags mit Ben zusammen. Jetzt hat er seit 3 Monaten einen anderen Job u. viel mehr Zeit für ihn, aber es war schon häufig das Problem, dass Ben sich oft sehr abweisend/ablehnend fast schon agressiv gegen seinen Vater verhält und ihn auch versucht zu schlagen, obwohl der Papa absolut liebevoll und geduldig mit ihm ist u. auch viel mit ihm spielt. Er ist oft enttäuscht, dass Ben ihn so zurückweist. Wenn ich dabei bin zählt meistens sowieso nur die Mama ("Papa darf hier nicht sitzen, darf das nicht machen, Mama soll die Schuhe anziehen, Papa soll weg etc). Haben Sie einen Rat für uns, wie sich der Vater verhalten soll? Danke im voraus, Gruss Bens-mum
Hallo, so ganz klar ist mir aus Ihren Zeilen nicht geworden, wie Ben bisher großgezogen worden ist. Gut, die ersten 9 Monate war er beim Vater, somit wird der Vater auch die primäre Bezugsperson sein. Dann müßte die Betreuung auf Sie übergegangen sein, und Sie wurden zum Loslösungsvorbild, wenn auch zeitlich etwas zu früh. Es kann aber auch sein, daß Sie sich beide im ersten lebensjahr abgewechselt haben, dann wird Ihr Sohn eine Bindungshierarchie aufgestellt haben. Nun ist seit 3 Monaten der Vater wieder intensiv dabei, aber Ben lehnt ihn jetzt zweitweilig ab und bevorzugt Sie. Offenbar hat im 2. und 3. Lebensjahr die Bindung zu Ihnen als Mutter ein starkes Übergewicht bekommen und das Vaterbild in den Hintergrund gedrängt. Da ich mir aber nicht sicher bin, wie das wirklich bei Ihnen gewesen ist, sollten Sie mit lieber die tatsächlichen Verhältnisse noch einmal schildern. Viele Grüße
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