Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Tod des Hundes

Frage: Tod des Hundes

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Hallo, unser Hund hat Krebs und ich werde ihn noch diese Woche einschläfern. Unsere Tochter wird bald 3 Jahre und hängt sehr an dem Hund. Sie weiß, dass der Hund sehr krank ist und bald in den Hundehimmel kommt. Darunter kann sie sich insoweit etwas vorstellen, als die Katze ihrer Oma im Katzenhimmel ist. Meine Tochter ist sprachlich und von der Logik her ihrem Alter voraus. Beim Tod der Katze war sie ca.zwei Jahre und weinte, "wir sollen eine lange Leiter holen und die Katze wieder herunterholen". Noch heute spricht sie manchmal von ihr, sagt zum Beispiel auch "Ich freu mich schon auf die Jessie, wenn sie wiederkommt." Jetzt befürchte ich ein Drama. Auf Spaziergängen kam es schon oft vor, dass sie nach "Hera" sucht und fast panisch rief "die Hera ist weg", wenn sie den Hund nicht gleich sah. Lasse ich den Hund jetzt einfach "verschwinden" oder soll sie Abschied nehmen vorm Einschläfern? Darf sie bei einer Beerdigung den toten Hund sehen oder lieber nicht? Lg


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Abschied nehmen ist ein ganz wichtiger Vorgang im Leben eines Menschen. Im Alter von 3 Jahren haben die Kinder diesbezüglich schon ganz eindeutige Gefühle. Auf jeden Fall sollte ein solcher Abwscheid stattfinden und auch als solcher "gefeiert" werden. Aber den Anblick des toten Tieres sollten Sie meines Erachtes Ihrer Tochter noch ersparen. Kinder stellen sich den Himmel immer ganz konkret vor und meinen, da müsste man auch hinauf gehen können. Insofern sollte bei der Erklärung des Himmels als Hort für alle toten Lebewesen, ob Mensch oder Tier, auch die klare Aussage gemacht werden, dass dieser Himmel tatsächlich nur für Tote erreichbar ist und nie für Lebende, ein Privileg also!. Das ist zwar traurig, aber mit Trauer müssen alle Menschen leben lernen. Viele Grüße, und ich hoffe meine Antwort kommt noch rechtzeitig


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