Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Tagesmutter

Frage: Tagesmutter

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Sehr geehrter Dr. Posth, unsere Tochter 2,3 Jahre alt, geht seit sie 1 Jahr ist, zu einer Tagesmutter mit 4 weiteren Kindern. Ablösung dauerte ca. 2 Wochen, wo sie am Ende schon auch weinte, allerdings nur 1 Minute. In letzter Zeit sagt sie mir öfter, dass sie lieber zuhause bleiben möchte, weil es dort schöner sei. Ich bin allerdings berufstätig, so dass dies nicht geht. Bis auf ein einziges mal, letzten Montag, ist es dann aber kein Problem, wenn sie erst mal dort ist. Sie ist dort zwar etwas verhalten, verabschiedet sich aber recht fröhlich von mir. Die Tagesmutter geht sehr lieb mit den Kindern um, macht aber oft einen etwas traurigen Eindruck auf mich. Ist dies Ihrer Ansicht nach eine Phase, die sich wieder gibt oder sollten wir nach einer anderen Tagesmutter Ausschau halten? Vielen Dank und viele Grüße Tina P.S.: Momentan trennt sich mein Mann von mir, er wohnt aber z.Zt. noch bei uns, ohne Streit, will auch weiter täglich für die Kleine da sein.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, was auch schon so kleine Kinder von den Spannungen zwischen den Eltern mitbekommen, ist schwer herauszufinden. Man darf aber gewiss sein, dass es mehr ist,als man gerne hätte. so können Sie davon ausgehen, dass der Tag Ihrer Tochter bei der Tagesmutter nicht nur durch den Trennungsprozess von Ihnen nicht ganz leicht ist, sondern auch durch eigene Spannungsgefühle, die sie natürlich nicht zuordnen kann. Was die Tagesmutter selbst angeht, sollten Sie ganz offen mit ihr über Ihre Eindrücke reden. Tagesmutter sein verpflichtet, es ist ein pädagogischer Beruf. Und Sie zahlen für die Unterbringung. D.h. hier geht es um Leistung und Gegenleistung. Vielleicht will Ihre Tochter ja deswegen lieber zu Hause sein. Viele Grüße


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