Mitglied inaktiv
Hallo H. Dr. Posth, ich hatte vor meiner 1.Tochter 1 Fehlgeburt u. vor meiner 2.Tochter 4 Fehlgeburten!! In der letzten SS hatte ich sehr viel Angst das Kind zu verlieren. Dazu kam noch,daß ich die Ringelröteln in der 29. SSW bekam! Somit steigerte sich noch mehr die Angst.Die Geburt war ein KS und alles war i.o. Nur ist es so, Sie ist jetzt 8 Mon. alt und sehr anhänglich- will nur zu mir. Bei anderen selbst bei meinem Mann schreit Sie sehr schlimm, so sehr, daß Sie fast keine Luft mehr bekommt!!! Von Anfang an war das so.Ich stille noch und Sie will vor allem nachts immer an die Brust.Von der Motorik her ist Sie auch noch nicht weit,Sie dreht sich von Bauch auf Rücken,aber nicht mehr zurück.Auf Bauchlage weiß sie nichts anzufangen und weint sehr schnell los. Die Frau von der Krankengymnstik (Bobath) meinte, das alles käme von der Angst in der SS und event. vom Kaiserschnitt!!Sie hätte eine schlimme Unsicherheit und ist komplett auf mich gestellt.Könnte da was dran sein? vg sabine
Liebe Sabine, sicher ist es richtig, dass viel negativer Stress in der Schwangerschaft bis zum Fetus durchdringt. Dafür sorgt die Plazenta. Leider gibt es aber auch sehr unruhige Säuglinge und Schreibabys von Müttern, deren Schwangerschaft völlig normal verlaufe ist, so dass der Rückblick auf Schwangerschaft und Geburt nicht immer hilfreich ist in der Interpretation des frühkindlichen Verhaltens. Viel klarer sind die Beziehungsstränge zwischen einer sehr besorgten und ängstlichen Mutter, was ihr Kind angeht, und einem unruhigen nervösen Säugling. Starkes Fremdelverhalten wiederum ist ein Zeichen für angeborene Ängstlichkeit des Säuglings, was von der Eltern unbedingt Beachtung finden muss, damit diese Anlage nicht noch weiter verstärkt wird. Ein Vater, der stark angefremdelt wird, muss sich besonders behutsam und liebevoll mit seinem Kind beschäftigen, zunächst in entspannten Momenten und dann zunehmend auch als versorgende Bezugsperson. Dafür ist das Füttern wichtig, was heißt, dass im zweiten Lebensjahr das Zufüttern häufiger durch den Vater erfolgen soll. Viele Grüße
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