Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Sohn schreit und ist hilflos wenn man ihm etwas wegnimmt wie soll ich damit umgehen?

Frage: Sohn schreit und ist hilflos wenn man ihm etwas wegnimmt wie soll ich damit umgehen?

papillon74

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Lieber Dr. Posth, zu meiner Frage von letzter Woche: Wir gehen sehr liebevoll und verständig mit unserem Sohn um. Natürlich gibt es auch Situationen in denen die Geduld mal nachlässt und die Nerven blank liegen, aber allgemein versuchen wir immer auf seine Wünsche zu achten und ihm seinen "Willen" zu lassen, wo es denn geht. Ich reagiere schon immer im Voraus, wenn ich weis, daß eine schwierige Situation bevorsteht,errinnere ihn an abgemachte Regeln oder Vereinbarungen.Das klappt eigentlich sehr gut und er wird immer verständiger.Ganz besonders schlimm ist es wenn er müde ist. Dann gibts wegen allem Geschrei.Aber die Stuation auf dem Spielplatz hätte ich nie dem "Drang" zugerechnet.Andere Kinder schubsen und hauen ja auch, um ihren Willen durchzusetzten oder ihren Platz zu behaupten.Unserer schreit und ist hilflos, wenn ein anderes Kind ihm etwas wegnimmt oder ihn wegschubst.Wie soll ich also damit umgehen?Recht herzlichen Dank für Ihre tolle Arbeit hier.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Sie hatten mich ja gefragt, woher das Verhalten Ihres Sohnes kommen kann. Das habe ich Ihnen mit seinen Vorerfahrungen erklärt. Die andere Erklärung wäre die, dass er so veranlagt sei und zu Wut- und Temperamentsausbrüchen neigte. Ich meine aber, dass sich Anlagefaktoren und Umwelteinflüsse mit den Jahren immer stärker mischen und zum guten Schluss eine Persönlichkeit daraus hervorgeht, die von beidem große Anteile enthält. Konflikte bringen die Charakterformen, die mit dem Sozialverhalten zu tun haben zum Ausdruck. Ein Mensch für sich alleine hat selten Grund wütend zu werden, außer es gelingt ihm etwas nicht oder er muss ein Missgeschick hinnehmen. Müdigkeit verschlimmert diese Reaktionsformen immer, wie auch andere vegetative Belastungen, zum Beispiel Hunger und Durst. Sicher machen das bis zu einem gewissen Grade alle Kinder, aber sie unterscheiden sich bei genauem Hinsehen doch schon recht deutlich. Das Regelkonzept ist jetzt wichtig für Ihren Sohn aber eben auch allen induktiven Maßnahmen (s. gezielter Suchlauf unter "Induktion"), wobei bei schlechtem Reagieren auch immer noch eindringliches Ermahnen notwendig ist und im Einzelfall auch das Trennen der Kinder, wenn sich keine Konfliktlösung herstellen lässt. Viele Grüße


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