Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Sohn 3,5 ist gefangen in seiner Wut

Frage: Sohn 3,5 ist gefangen in seiner Wut

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Herr Dr. Posth Mein Sohn hat häufig schlimme Wutanfälle. Z.B. habe ich eine Brezn im Biergarten gekauft, brach sie in der Mitte durch und gab meiner Tochter und meinem Sohn ein Stück. Mein Sohn reagierte mit Wut weil er die Brezn durchbrechen wollte. Er schreit also wie von Sinnen schmeißt mit Kieselsteinen in die Menge. Ich versuche auf ihn beruhigend einzureden, dass ich seine Wut verstehe und er das nächste mal die Brezn durchbrechen darf etc. es nützt nix, 20 min. später packe ich die Kinder ein und gehe. Im Auto schreit er weiter, er schreit überwiegend, dass er alle kaputt machen will. Irgendwann reicht es mir dann und ich schreie zurück, das er jetzt endlich still sein soll, ich kann es nicht mehr hören, das er mich jetzt echt nervt, jetzt ist halt gut. Er ist dann ruhig und weint noch ein wenig leise vor sich hin. Dann habe ich ein schlechtes Gewissen und Entschuldige mich bei ihm. (Schlagen tue ich natürlich nicht!) Wie geht es besser zu machen? Danke für die Hilfe Jana Kiem


Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: Trotz Hallo, es ist immer besser, sich vorher zu überlegen, wie weit man mit seinen Erziehungsschritten geht, damit man hinterher kein schlechtes Gewissen haben muss und sich nicht beim Kind für sein eigenes Verhalten entschuldigen. Das nämlich macht auf das Kind alles andere als einen überzeugenden Eindruck. Da es beim Regelkonzept um Abmachungen für Reaktionsweisen und Verständigungsmuster untereinander geht, müssen beide beteiligten Seiten sich an die Regeln halten. Diese Regeln müssen von denen, die sie einzuhalten haben, gemeinsam entwickelt werden. Also die Kinder sind mit beteiligt. Die Überzeugung gerade für das Kind besteht nun darin, dass die Mutter oder der Vater konsequent auf die Einhaltung achten und selbst auch überzeugend dafür einstehen. Das scheint bei Ihnen noch nicht gut zu funktionieren. Ihr Sohn ist aber auf Ihre Konsequenz dringend angewiesen, da er sich selbst in seinen Affekten offenbar noch nicht regulieren kann und selbst unter seinen aggressiven Ausbrüchen leidet (wie Sie auch). Der noch innewohnende Trotz (s. gezielter Suchlauf), der aufkommt, wenn das Bedürfnis nach Selbstbestimmung scheinbar verletzt worden ist, ist die Ursache für dieses übersteigenrte Wutverhalten. Also auf der einen Seite sollten sie Selbstbehauptung akzeptieren und bis zu einem Grade unterstützen, auf der anderen Seite müssen sie ein solides Regelkonzept aufbauen. Viele Grüße


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