Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Selbstbewußtsein

Frage: Selbstbewußtsein

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Guten Morgen! Unser Sohn ((jetzt 3) ist leider klein (konstant unter der 3. Perzentile, eine Ursache wurde bisher nicht gefunden, normal proportioniert) und seit er ein Baby ist hypoton. Er kann zwar klettern, und fängt auch an zu hüpfen, kann das aber wesentlich schlechter als andere Kinder in seinem Alter. Man merkt einfach, daß er eine geringere Muskelspannung hat. Er uns seine kleine Freundin zeigen oft, was sie schon können, und er ist quasi immer "schlechter". Ist das und sein Kleinsein wohl für sein Selbstbewußtsein sehr nachteilig? Kann er trotzdem "richtig selbstbewußt" werden? Wie wird das wohl im Kindergarten sein (beim Schnuppertag wurde er schon als Baby angesprochen)? Und haben Sie einen Tipp, wie wir damit am Besten für Ihn umgehen? Sprachlich ist er schon immer sehr gut und sehr weit. Vielen Dank!!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, zunächst einmal sollte die gesamte Diagnostik zu Erfassung eines Kleinwuchses gelaufen sein. Das schließt die Bestimmung des Skelettalters, den Provokationstest für Wachstumshormon, das IGF-Bindungsprotein3, die Bestimmung der das Wachstum vermittelnden Somatomedine (incl. Rezeptoren) und genetische Faktoren ein. Wenn also auch später mit Körpergröße außerhalb der Normwerte zu rechen ist, dann hat natürlich erhebliche Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein des betroffenen Menschen. Wenn aber der emotionale Hintergrund in Ordnung ist und die psychosoziale Entwicklung weitgehend störungsfrei vonstatten gegangen ist, dann ist man erstaunt, wie gut die kleineren Menschen mit ihrer Körpergröße umgehen können. Aber eine gesunde psychosoziale Entwicklung (s. mein Buch, "Von Urvertrauen zum Selbstvertrauen", link!) ist sicher Grundvoraussetzung. Viele Grüße


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