louisa20112011
Sehr geehrter Herr Dr., mein Sohn 16 M. forumsgerecht erzogen hatte schon immer Probleme einzuschlafen. Er ist sehr aktiv u voller Energie das es ihm trotz langem Einschlaritual schwerfällt runterzukommen. Bis jetzt lege ich mich noch zu ihm ans Bett u muss ihn schuckeln,streicheln ect. Er hat ein Beistellbett direkt an unserem u nachts wach er auf u kommt dann zu mir ins Bett. Jetzt zu meiner Frage. In diesem Alter können die Kinder es da schaffen allein einzzschlafen oder ist das noch zu früh? also ich meine das man das Kind hinlegt noch was vorsingt u dann das Zi verlässt? wenn ja wie kann man ein Kind daran vorsichtig u ohne Verlassensängse gewöhnen?
Hallo, gerade mit etwa 1/2 Jahr entwickelt sich beim Kleinkind im Rahmen der Loslösungserscheinungen die Wiederannäherungskrise (s. gezielter Suchlauf). Da ist eine Kind noch einmal verstärkt auf die Einschlafbegleitung angewiesen. Es sollte aber kein dauerhafter Körperkontakt mehr nötig sein. Die einfache Anwesenheit einer Bezugsperson und das Sehen und Hören müssen genügen. Im 3. Lebensjahr nach dem 2. Geburtstag kann dann mehr und mehr das Rufprinzip zur Geltung kommen. Das heißt, das Kind darf in der Einschlafphase seine Eltern immer wieder rufen, um sich ihrer Anwesenheit zu versichern. Da muss man dann auch zuverlässig antworten. Denn noch kann sich das Kind nicht genau vorstellen, wie weit weg sich die Eltern aufhalten. Nur in sehr kleinen Wohnungen hat das Kind dafür eine ausreichende räumliche Vorstellung. Erst im vierten Lebensjahr ist es dann einem Kind aufgrund seiner Reife möglich, alleine einzuschlafen, was nicht heißt, dass es noch gerne etwas vorgelesen, erzählt oder am Bett gesungen haben möchte. Viele Grüße
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