Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

plötzliche trotzphase mit 21/2?

Frage: plötzliche trotzphase mit 21/2?

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Werter Dr. Posth, mein Sohn (21/2, wird nach Ihren Grundsätzen erzogen, Vater viel Zeit, Eltern-Kind-Bindung sehr gut, 6 h/Tag Kita, geht gern hin) war bish. ein ausgespr. liebes Kind, ausgeglichen, fröhlich, keine größeren Trotzanfälle. Im Abklingen e. Infekts plötz. totale Verhaltensänderung, Wut und Geschrei wegen wirklich jeder Sache, Anziehen, Essen. Wg des Fiebers durfte er während der Krankheit öfter kleinkindgeeignete kurze Filme sehen, was ich gegen Ende der Krankheit wieder auf das übliche Maß (max. 15 min/Tag) einschränkte. Deshalb oft großes Theater. Reicht das als Auslöser für das verhältnism. starke Trotzen in vielen anderen Situationen d. Alltags? Kommt das evtl. Durchbrechen der letzt. Zähne als Grund für seine offenbar geringere Toleranzgrenze ggü. Frust in Frage? Wie Umgang m. d. Trotz? Wieviel Ablenkung vom Auslöser des Trotzes, wieviel Konflikt muss er aushalten lernen? Ignorieren oder gar ins Zimmer stecken bei Geschrei erscheint mir nicht richtig.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

Beitrag melden

Hallo, noch ist die Trotzphase bei Ihrem Sohn ja noch gar nicht vorbei. Und wenn wir davon ausgehen, daß Trotz ein Ausdruck von Selbstbehauptung ist, dann wird man sich fragen müssen, warum gerade jetzt und vor allem wobei dieses Selbstbehauptungsbedürfnis besonders zum Tragen kommt. Mit ihrer Anmerkung zum Fernsehgucken haben Sie schon ein Beispiel genannt. Ihre Ansicht, das Fernsehgucken war nur zur Ablenkung während der Erkrankung gedacht, ist von Ihrem Sohn nicht nachzuvollziehen. Ausnahmen der Regel sind in diesem frühen Alter von den Kindern noch nicht zu begreifen. sie haben ja noch Schwierigkeiten, überhaupt erst einmal die Regel zu verstehen und zu akzeptieren. Ein weiterer Zahndurchbruch mag eine Rolle spielen, ist aber nicht der alleinige Auslöser. Sie sollten die aufgestellten Regeln jetzt durchhalten und auf liebevolle, aber konsequente Weise darauf achten, daß sie auch vom Kind eingehalten werden. Anfangs gibt es vielleicht einen Strumlauf dagegen, aber durch ein überdachtes Angebot von Alternativen, wird dieses Aufbegehren bald wieder nachlassen. Viele Grüße


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Sehr geehrter Herr Dr. Posth, unsere Tochter (24Monate) reagiert auf jedes Nein mit Trotz. Das führt dazu, dass Spaziergänge, Einkäufe oder Arztbesuche mit Brüll- und Wutattacken einhergehen und sie sich die meiste Zeit wie ein Käfer auf dem Rücken am Boden befindet. Natürlich versuche ich so oft es geht die Sitationen zu vermeiden, aber oft geht ...

Sehr geehrter Dr. Posth, unsere Tochter ist 3,5 Jahre & ein sehr aktives Kind. Aktuell nutzt Sie ständig 1 bestimmtes Schimpfwort. Mal an uns gerichtet, mal geflüstert, mal mit der Info gepaart, dass man es nicht sagen darf.... Sie benutzt das Wort beim alleinigen Spielen genau so, wie beim Spielen mit anderen Kindern oder uns - gerne auch in öf ...

Tochter (23M):temperamentvoll+willensstark.min1 großerExtremTobsuchtsWutanfall/Tag. Bemühen uns stets umAlternativen,Kompromisse,begründen,kaum Grenzen,nachgeben,motivieren etc.So kommt es mir oft vor,als würde ich 24/7 Konflikte umschiffen,ständig alles recht machen,ein Eiertanz.Manchmal fühl ich mich,wie von ihr diktiert.EinWutanfall,weil sie ni ...

http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/Hilfe-Trotzphase_54291.htm Habe auch ständigNUR getragen,FamBett,absoluteNähe+promt.Bedrüfnisbefr.TROTZDEM! Habe früher viel im Kiga gearbeitet u erinnere mich,dass Kinder Regeln i.d.Gruppe+kindgerechteUmgebung viel besser annahmen,viel mehrDinge akzeptierten,als zuhause.Definitiv niemals so herausfordernd, ...

Guten Tag, ich bin zur Zeit ratlos bezüglich meiner 3,5-Jährigen Tochter (geb. 02/11). Sie war schon immer sehr aktiv, aber kein Draufgänger und grundsätzlich sehr folgsam. Sie ist ein absoluter Kopfmensch, also sehr kontrolliert. Außerdem braucht sie innerhalb von 24h 12-13h Schlaf, da sie sonst abends total aufdreht. Im Juni habe ich Zwil ...

Guten Tag. Meine Tochter (2 Jahre und 7 Monate alt) ist gefühlt, seit der Entbindung meines Sohnes (5 Monate aktuell) absolut verändert. Meine Tochter und wir hatten immer ein inniges Verhältnis einen wundervollen Umgangston, haben sehr viel zusammen unternommen und ich musste kaum "schimpfen", da ich mit ihr gut reden konnte und sie dafür offe ...

Vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort. Das mit den Grenzen setzen weiß ich und versuche ich auch. Wenn ich ihn aber zum Beispiel als Konsequenz aufs Sofa setze, oder vor die Tür stelle, so wütet er so extrem, dass er sich selbst verletzt. Er scheint im Wutanfall dann keinen Scherz zu spüren, erst hinterher. Deshalb ließ ich ihn oft nicht allein ...

Hallo Frau Henkes,   unser Sohn ist seit Ende Mai 4 Jahre und hat vor ca. 1 Monat seine Oma an Krebs verloren.   Die ersten zwei Wochen waren für unseren Sohn sehr emotional. Er hat geweint, immer wieder Fragen zum Tod der Oma gestellt, dass er sie wiedersehen möchte, ausgraben möchte etc.   Die letzten beiden Wochen ist etwas Ru ...

Hallo Frau Henkes, Im Moment ist unser Kleiner (3 Jahre alt) sehr trotzig, testet Grenzen und möchte vieles nicht machen (besonders beim Anziehen, aufräumen und aufs Klo gehen). Er sagt beim Anziehen oft er will das nicht oder: "Ich kann das nicht", obwohl er sich inzwischen ganz gut schon selber anziehen kann. Wenn etwas nicht auf Anhieb klapp ...

Hallo, bei uns haben sich seit wenigen Monaten einige Probleme eingeschlichen. Unser Sohn ist jetzt 2 Jahre und 2 Monate alt. Zu den aktuellen Umständen: Ich (Mama) bin im 7. Monat einer sehr Komplikativen Schwangerschaft, meine Mutter ist vor ca. 2 Monaten verstorben und wir haben ein Haus gekauft, was umgebaut wird und auch einige Ressourcen ...