Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, nachdem meiner Meinung nach die Loslösung meines Sohnes (3,5 Jahre) schon ganz gut vorangeschritten ist, kommt es immer wieder zu "Rückfällen", bzw. ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll... Mein Mann kann jetzt unseren Sohn ins Bett bringen, trösten, baden etc. und er geht auch problemlos mit ihm mit. Allerdings sagt unser Sohn z.B. immer wieder so Sachen wie "ich will nicht das der Papa nach Hause kommt" oder "ich will einen anderen Papa" oder "warum wohnt der Papa hier". Er hat auch schon mal zu weinen angefangen als er hörte das die Haustür aufgeht und Papa nach Hause kommt (da war er aber auch etwas kränklich). Ich finde das sehr traurig, ich würde mich freuen wenn er zur Tür rennen und sich über Papa freuen würde. Was läuft denn da verkehrt ? Der kleine Bruder ist jetzt übrigens 1/2 Jahr und er freut sich immer ihn zu sehen und mit ihm rumzualbern. LG Tanja
Liebe Tanja, das kann ich von hier aus und ohne Kennen von Vater und Sohn nicht sagen. Aber offenbar stimmt zwischen den beiden, wie man so sagt, die Chemie nicht. In der Regel liegt es am Vater, der, ohne daß es ihm vielleicht bewußt ist, Vorbehalte seinem Sohn gegenüber hat. Ein offenes Gespräch unter Eheleuten kann manchmal bei der Ursachenklärung helfen. Später kann man sich auch zu Dritt hinsetzen und über das Beziehungsgefüge sprechen. Dazu muß man dann aber eine Sprache wählen, die auch vom Kind verstanden werden kann. Mit einem 3 1/2-jährigen kann man aber schon vorsichtig reden.Es gehen aber nur ganz konkrete Fragen wie: was magst du am Papa, was magst du nicht am Papa, was möchtest du gerne, daß er tut usw. Wenn Sie gar nicht klar kommen, sollten Sie Hilfe bei einer Beratungsstelle für Erziehungsfragen in Anspruch nehmen. Diese sind kostenlos und werden von jeder Stadt und größeren Gemeinde angeboten. Viele Grüße
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