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Guten Tag Herr Dr. Posth, meine Tochter ist 2 Jahre alt. Vergangene Woche kam mein Mann bei einem Autounfall ums Leben. Wie sag ichs meinem Kind. Sie ist zwar gewöhnt, das er ab und zu nicht heimkommt, aber das er jetzt gar nicht mehr kommt, wird sie das verstehen? Sie sieht das ich oft traurig bin und tröstet mich. Auch ist sie verhätnismäßig lieb im Vergleich zu früher, spürt sie was? Bis jetzt sage ich ihr nur, Papa kommt nicht oder Papa ist nicht da. Wann ist es richtig mit ihr auf den Friedhof zu gehen? Wenn sie mit dem Telefon spielt sagt sie Papa ruft an und erzählt was sie gemacht hat und so. Wird sie ihn vergessen, oder bleibt etwas in Erinnerung? Vielen Dank für Ihre Antwort. Gruß aus tHüringen
Hallo, zunächst möchte ich Ihnen sagen, dass mir Ihr Schicksal sehr leid tut. Für Sie ist es jetzt enorm schwer, Ihrer Tochter gegenüber einigermaßen beständig zu sein. Natürlich spürt Ihre Tochter aber, dass etwas Schreckliches passiert sein muss und dass ihre Mutter sehr traurig ist. In ihrer kindlichen Manier und am Beginn ihrer Empathiefähigkeit versucht sie, Sie zu trösten. Aber sie weiß nicht, was geschehen ist. Es ihr zu erklären, wird nicht viel Sinn machen, da sie vorübergehend und endgültig nicht unterscheiden kann. Sie können ihr nur sagen, dass ihr Vater fortgegangen ist und nicht zurückkommen kann. Erst wenn sie später fragen wird, wo der Vater denn ist, erst dann können Sie ihr die Wahrheit erklären. Bis dahin müssen einfache Erklärungen helfen, wie z.B. dass der Vater ganz lange arbeiten muss. Das Erinnerungsvermögen an Ihren Vater wird mit der Zeit verblassen. Das hat auch Vorteile. Aber später wird sie wissen wollen, wie ihr Vater ausgesehen hat und was er für ein Mensch gewesen ist. Alles Gute für die Zukunft und viele Grüße
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