Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Dr. Posth, mein Mann(31) stotter, seit er 4 Jahre alt ist. Er hat auch schon einige Therapien hinter sich, leider konnte er nicht ganz geheilt werden. Wir, und vor allem er kommt recht gut damit klar. Wir haben eine Tochter(20 Mon.), die schon sehr viel und gut spricht. Ich hab so viel Angst, dass unsere Tochter auch beginnt zu stottern. Das wäre für mich und meinen Mann sehr schlimm. Durch Erzählungen von ihm weiss ich, dass diese Kinder eine Menge mitmachen müssen (hänseln, Schule, Job). Es ist kein einfacher Weg, sich damit behaupten zu können. Jetzt hab ich auch noch gelesen, dass Stottern sehr wohl erblich bedingt sei(unser HA hat uns damals gesagt, es wäre nicht vererbbar). Was wissen Sie zu diesem Thema? Ist es auch gut mögl., dass unsere Maus von diesem Handicap verschont bleibt? Danke, für Ihr Bemühen. LG ANJA
Liebe Anja, vieles spricht dafür, daß Stottern tatsächlich vererbt werden kann. Allerdings ist mir nicht bekannt, daß schon ein Kandidatengen dafür ausgemacht wäre. Als sicher kann gelten, daß es im Gehirn des menschen eine Art Takt- oder Impulsgeber gibt, der den Sprachrhythmus antreibt. Bleibt dieser "hängen", "hängt" auch die Sprache. Es gibt aber zunächst einmal keinen Grund zur Sorge bei Ihrer Tochter, sie befindet sich erst am Anfang der Sprachentwicklung und darf im Rahmen dieser Entwicklung auch übergangsweise einmal etwas stottern (sog. Poltern). Lassen Sie sich aber von Ihrem KiA/KiÄ beraten, wenn Ihnen etwas in der Sprache Ihrer Tochter auffällt. Viele Grüße
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