Mitglied inaktiv
Guten Morgen Dr. Posth, meine Tochter ist jetzt 16 Monate alt und hat vor niemandem Angst. Wenn wir unterwegs sind, dann will sie bei jedem auf den Arm, läuft zu jedem hin und es interessiert sie dann dabei auch nicht, ob sie mich dann noch sieht oder nicht (haben das mal ausprobiert). Sollte ein Kind nicht eigentlich auch mal Fremdeln? Ich mache mir große Sorgen .... Danke für ihre Antwort. Mfg, Mukkelchen
Hallo, das Fremdeln ist ein Phänomen des ersten Lebensjahres im Rahmen der Bindung. Wenn die Bindung dann sicher geworden ist, dann haben die Kinder zunächst einmal keine besonderen Ängste vor fremden Personen, aber sie sind in der Regel etwas skeptisch und abwartend. Sie die Kinder von Natur aus sehr ängstlich veranlagt, fremdeln sie als Säugling zumeist früh und stark und sind auch im 2. Lebensjahr sehr vorsichtig im Umgang mit fremden Personen bis hin zur Fremdenangst. Ihre Tochter dazu nicht zu gehören. Wenn die Bindung also sicher ist, dann zeigt sich im Kontaktverhalten Ihrer Tochter offenbar viel Neugier und Explorationsfreude. Sie scheint ein offensives Mädchen zu sein. Auf solche Kinder muss man, wie Sie richtig andeuten, immer wieder ein Auge haben, denn sie kennen die vielen Gefahren noch nicht, die es gibt. Viele Grüße
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