Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, seit ca. 1 Woche verhält sich mein Sohn (14 Monate) "anders". Zum einen ist er anhänglicher an seinen Vater, der sich super um ihn kümmert und ihn abends ins Bett bringt, geworden. In manchenSituationen will er nur noch zu ihm. Kann das schon der Beginn der Loslösung sein? Zum anderen beginnt er wegen manchen Einschränkungen total auszuflippen. Z.B. er will andauernd den Herd anmachen, ich sage NEIN und entferne ihn vom Objekt der Begierde. Dann setzt er sich auf den Boden, beginnt fürchterlich zu weinen und lässt den Kopf vornüber auf den Boden fallen. Kann das schon die erste Trotzphase sein? Ich habe versucht diese Ausbrüche zu ignnorieren (war zwar anwesend, habe aber seinen Wunsch nicht erfüllt), doch er schrie dann immer weiter bis ich ihn letztendlich doch auf den Arm genommen haben. Wie reagiere ich in diesen Phasen richtig? Vielen Dank Dominique
Liebe Dominique, die plötzliche "Anhänglichkeit" beim Vater wird sicher Ausdruck der beginnenden Loslösung sein. Da die Loslösung schließlich zur Selbständigkeit führt, sollten Sie das innerlich zulassen. Die Wut des Kleinkindes über die Einschränkung durch das "nein" ist normal und bedeutet, daß sich das Kind auf dem Weg in die Selbstbestimmung bewegt. Über das Nein-sagen und wie man am besten damit umgeht, dazu gibt es zahllose Antworten hier im Forum, die Sie über den gezielten Suchlauf mit dem entsprechenden Stichwort erreichen. Viele Grüße
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