Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Posth, der Kiga-Platz für unser Söhnchen, 2.11 J., wird sich weiter verzögern, evtl. bis er 4 ist (Warteliste, einziger Kiga mit sanft. Eingewöhnung). Eher defensiver Charakter,aber auch gesellig, hat gerne Kontakt zu/bei einzelnen Kindern (nach kurzem "Warmlaufen"), spielt gerne, aufmerksam, neugierig, auch ohne Sichtkontakt zu mir. Aber: Immer noch extreme Scheu vor gr. Gruppen, blockt ab und "erträgt" zumindest anfangs ein Beisein fast nur mich/Papa ganz nah bei sich wissend. Viel Kontakt mit Gruppen suchen und langsam die Ängste abbauen? Wieviel müsste das sein? Da die kl Schw.(10Mon.) dabei ist ist das leider manchmal schwierig, bin tagsüber alleine mit den beiden. Sollen wir eine liebevolle Tagesmutter (1xWo 2-3 h), einfach zum Spielen und "gute Erfahrung mit Kindern machen" (nach viel Eingwöhnung) suchen? Wollen eigentlich auf den Kiga-Platz warten, bin eh daheim wg. Schwester. LL gut; Papa arbeitet viel,aber viel Gemeinsames, wenn er da ist. Herzl. Dank Christin
Liebe Christin, das Gewirr schneller sozialer Kontaktnahmen und ebenso schneller Ablehnungen und Zurückweisungen ist eigentlich für jedes Kind am Anfang schwierig zu ertragen. Der Lärm in der größeren Gruppe tut ein Übriges. Daher gelten ja auch Reglen für die Anzahl der Kinder in der frühen Fremdbetreuung. Allerdings haben diese Regeln auch etwas mit der Verfügbarkeit und emotionalen Kraft der Betreuungsperson zu tun. eine 1zu1-Betreuung mit einer privaten Tagesmutter gibt das Spektrum nicht wider. Um Erfahrung in der Gruppe zu sammeln, muss das Kind in der Gruppe. Dabei ist es vollkommen richtig, dass eine Hauptbezugperson anfangs für das Kind als "sichere Basis" vorhanden ist. Wenn sich das kind dann immer beser in der Gruppe behaupten kann, verlässt es ja auch immer häufiger die Mutter oder den Vater. Insofern wären ein Spielplatz oder die Nachbarschaftsgruppe die ideale Lösung, wenn kein Ki-taplatz zu haben ist. Viele Grüße
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