Mitglied inaktiv
Mein Sohn ist jetzt 3 1/2 Jahre alt und geht seit 1 Jahr an 4 Tagen in der Woche von 8-13 Uhr in den Kindergarten. Aber er geht sehr ungern. Jeden morgen bittet er zu Hause bleiben zu dürfen. Wenn seine Erzieherin Rosi da ist, löst er sich freiwillig von mir. Ist sie nicht da, so muss ich ihn lange bitten und oft in den Raum ziehen. Er steht dann wie angewurzelt da und ich sehe beim gehen durch die Scheibe, dass er seine Tränlein unterdrückt. Da in unserem Kindergarten ein "offenes Konzept" herrscht, gibt es keine Regeln, wann welche Erzieherin da ist und wie lange sie bleibt. Die Kitaleitung meinte, mein Sohn müsse sich daran gewöhnen und im Leben müsse er ja schließlich auch mit verschiedenen Personen klar kommen. Ich bin sehr verunsichert, denn ich möchte ein glückliches Kind ! Sollte ich mich nach einem Kindergarten mit fester Bezugsperson umsehen und einen Wechsel ins Auge fassen? Oder sollte ich meine Arbeit aufgeben und ihn zu Hause behalten? Vielen Dank für Ihre Hilfe
Hallo, Ihr Sohn verhält sich für sein Alter ganz normal im Ki-ga. Er braucht noch eine Ersatzbezugsperson, sprich Bezugsbetreuerin, die den Kindern z.B. im Berliner Modell auch geboten wird. Das sog. offene Konzept ist eigentlich nur etwas für die größeren Ki-ga-kinder ab mindestens 4 Jahren. Da aber aus sozialpolitischen Gründen immer mehr Frühbetreuungsplätze gefordert sind, werden diese quasi aus dem Boden gestampft. Als Eltern sollte man kritisch hinterfragen, was da mit den eigenen Kindern passiert. Von den Erzieherinnen wird man keine Hilfe erwarten können, die müssen ja mit minimalen Mitteln das politische Konzept durchführen. So bekommt man als Antwort nur vordergründige Erklärungen, wie sie auch die Erzieherin in IHrem Ki-ga vorbringt. Die Rosi wird übrigens die von Ihrem Sohn gewählte Ersatzbezugsperson sein. Lassen Sie Ihren Sohn doch vorläufig nur dann im Ki-ga, wenn auch Rosi da ist. Ist er dann etwas älter geworden, kommt er vielleicht mit dem offenen Konzept ganz gut zurecht. Viele Grüße
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